An der Untersuchung unter Leitung der BBC beteiligten sich 22 Service-public-Medien aus 18 Ländern, darunter auch SRF. Journalisten der teilnehmenden Sender bewerteten über 3000 Antworten von ChatGPT, Copilot, Gemini und Perplexity nach Kriterien wie Genauigkeit, Quellenangaben, Trennung von Meinung und Fakten sowie Kontextlieferung.
Bei 45 Prozent aller KI-Antworten stellten die Prüfer mindestens einen schwerwiegenden Fehler fest. 31 Prozent der Antworten wiesen erhebliche Probleme bei der Quellenangabe auf – fehlende, irreführende oder falsche Zuordnungen. 20 Prozent enthielten gravierende Ungenauigkeiten, darunter halluzinierte Details und veraltete Informationen, wie es in einer Mitteilung der European Broadcasting Union (EBU) heisst.
Gemini schnitt mit 76 Prozent fehlerhaften Antworten am schlechtesten ab – mehr als doppelt so viel wie die anderen Assistenten. Ein Vergleich mit einer BBC-Untersuchung vom Februar 2025 zeigt zwar Verbesserungen, aber weiterhin hohe Fehlerquoten.
Kontext und weitere Schritte
Laut dem Digital News Report 2025 des Reuters Institute nutzen 7 Prozent aller Online-Nachrichtenkonsumenten KI-Assistenten für Nachrichten, bei den unter 25-Jährigen sind es 15 Prozent.
Die EBU veröffentlicht zusammen mit der Studie ein Toolkit zur Verbesserung der Nachrichtenintegrität in KI-Assistenten. Zudem fordert die EBU von EU- und nationalen Regulierungsbehörden die Durchsetzung bestehender Gesetze zu Informationsintegrität, digitalen Diensten und Medienpluralismus. Die Forschungsgruppe empfiehlt eine fortlaufende unabhängige Überwachung von KI-Assistenten.
Die Studie wird am Mittwoch an der EBU News Assembly in Neapel präsentiert. (pd/cbe)
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22.10.2025 10:37 Uhr

