Das Schweizer Fernsehen wagt sich zum ersten Mal an so genannte "Web-Doks". Dabei handelt es sich um Dokumentarfilme, Impressionen und Interviews, die von Zuschauern selbst gedreht und übers Internet ans Fernsehen geschickt werden. Den Anfang machen zwei Kinder, die über ihren Alltag berichten. Jasmin, deren Mutter aus Somalia stammt, filmte während zwei Jahren ihren Alltag zwischen Koranschule und Schweizer Traditionen. Robin wiederum hielt fest, wie sich sein Leben mit der Scheidung der Eltern veränderte. Beide Werke werden am 22. September im Rahmen einer "Reporter"-Sendung ausgestrahlt. Die Geschichten von Robin und Jasmin nutzen die "Reporter"-Macher nun als Auftakt für weitere Projekte, bei denen die Zuschauer die Regisseure sind.
Als erstes sind Schülerinnen und Schüler eingeladen, Filme aus dem Schulalltag auf die Website des Schweizer Fernsehens hochzuladen. Man hoffe, innerhalb eines Jahres genügend Material beisammen zu haben, um einen "Web-Dok" zum Thema Schule und Schulprobleme realisieren zu können, sagte Nathalie Rufer, Teamleiterin der "Reporter"-Redaktion, am Mittwoch vor den Medien. Ob brauchbares Material eintrifft, wissen die Macher allerdings nicht. "Es ist ein Experiment, das in anderen Ländern aber bereits gut funktionierte", sagte Rufer. (sda)

