24.09.2020

Arena

Klimajugend sagt Auftritt wegen Köppel ab

Der SVP-Nationalrat und seine Weltwoche würden «massivst» gegen Klimastreikende hetzen. Moderator Sandro Brotz bedauert den Entscheid.
Arena: Klimajugend sagt Auftritt wegen Köppel ab
Tritt in der «Arena» am Freitag auf: SVP-Nationalrat und Weltwoche-Verleger Roger Köppel. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

Die «Arena» diskutiert am Freitag über den Klimawandel. An der Debatte teilnehmen sollte Hanna Fischer als Vertreterin der Klimajugend. Allerdings hat die 19-Jährige ihren Auftritt abgesagt, wie der Blick berichtet. Das Kommunikations-Team habe einstimmig beschlossen, dass man nicht teilnehmen wolle, wenn «Klimaleugner Roger Köppel ebenfalls eingeladen ist». Nach mehreren Gesprächen mit den Arena-Verantwortlichen habe man die Einladung abgelehnt.

«Wir wurden schon als Kindersoldaten bezeichnet und mit den Kinderkreuzzügen verglichen», begründet die Klimajugend den Entscheid weiter. Köppel und die Weltwoche würden «massivst» gegen Klimastreikende hetzen.


«Arena»-Moderator äussert sich auf Twitter dazu und bedauert die Absage. Seine Sendung stehe «für eine offene Debatte, die durch Gesprächsverweigerung nicht gefördert wird». Die Beteiligung von Roger Köppel sei bekannt gewesen.

Der Weltwoche-Verleger bietet den Vertretern der Klimajugend eine Seite in der Weltwoche an, auf der sie ihre Sicht der Dinge darlegen können. Dieses Angebot machte er auf Facebook, da er - wie er schreibt - deren Email-Adresse nicht kenne.  (wid/ma)



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Kommentare

  • Victor Brunner, 25.09.2020 13:45 Uhr
    ARENA hat noch nie eine offene Debatte geführt. Zu gefühlten 95% ist sie den immer gleichen ParteipolitikerInnen oder anderen Insidern vorbehalten. Ausnahme die 2 Rassismusdabatten die auch in die Hose gingen. Die erste kontrovers und unsachllich wegen dem Amerikaner, die zweite war keine Debatte es war ein Gespräch unter seinesgleichen, Kritik zu einzelnen Voten keine. Offen wäre wenn auch das Volk teilnehmen könnte, aber das existiert in der Sendung praktisch nicht, höchstens als Staffage um den Hintegrund des Studios zu beleben, anstelle von Gummibäumen! Die Klima"jugend" ist mindestens so gross wie andere Bewegungen, BLM, Gender engagierte. Da wäe eine separate ARENA ebenso angebracht gewesen wie die Rassismusdebatten. Aber bei SRF wid unterscheidlich gemessen. Trotzdem die Klimabewegten hätten jemand in die ARENAschicken sollen, ihre Argumente sind gut und überzeugend. Natürlich hätte Köppel mehrheitlich sein Grinsen aufgesetzt, das kennt man und übersieht es. Zu schwach ist der politische Leistungsausweis des NR.
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