Das Kunstmagazin Kunstbulletin hat nach fast zwanzig Jahren sein Design überarbeitet, heisst es in einer Mitteilung. Die Neugestaltung wurde vom Zürcher Studio NOI unter der Leitung von Simone Koller und Corina Neuenschwander durchgeführt.
Die Designerinnen analysierten die Entwicklung des Kunstbulletins seit 1968 und nahmen dabei Bezug auf frühere grafische Elemente wie die Navigation am Seitenrand. Ziel sei es gewesen, vom uniformen Erscheinungsbild wegzukommen und mehr Kontraste zu schaffen.
Das überarbeitete Design beinhaltet ein luftigeres Erscheinungsbild, mehr Raum für Bilder und neue inhaltliche Rubriken. Verschiedene Inhalte werden unterschiedlich akzentuiert, eine neue Papierfarbe kennzeichnet bestimmte Rubriken. Die Rubrik «Notiert» wurde an den Heftanfang verschoben. Das Format und die redaktionelle Ausrichtung bleiben unverändert.
Zudem wird die Ausstellungsagenda stärker kuratiert. Ausstellungen, zu denen Artikel im Heft erscheinen, werden fett hervorgehoben. Bilder werden redaktionell ausgewählt und erhalten erweiterte Bildlegenden mit Empfehlungscharakter. Die ausländische Agenda wird verkürzt, da sich Leser für Reisen verstärkt online informieren würden.
Hintergrund zur Finanzierung
Das Kunstbulletin finanziert sich ohne Subventionen über Abonnements und Anzeigen. Nach Angaben der Redaktion verfügt das Magazin über eine stabile Leserschaft und treue Inserenten. Einzelne Abonnenten begleiten das Magazin seit über 56 Jahren.
Das Kunstbulletin wurde 1968 vom Schweizer Kunstverein als Ausstellungskalender für die Schweizer Kunst gegründet und berichtet seit fast sechzig Jahren über das Schweizer und internationale Kunstgeschehen. In der Anfangsphase wurden Grafik-Mappen verkauft, um die Finanzierung zu unterstützen.
Neben dem Printmagazin betreibt das Kunstbulletin seit 1998 die Website kunstbulletin.ch. 2021 wurde die Web App artlist.net lanciert, 2023 folgte das eJournal Kunstbulletin weekly. QR-Codes im neuen Design ermöglichen einen schnellen Wechsel zwischen Print- und Online-Inhalten.
Das Redesign wurde pünktlich zur Art Basel vorgestellt. Es handelt sich um die fünfte umfassende Überarbeitung des Magazins seit seiner Gründung. Die letzte erfolgte 2008. (pd/awe)

