11.06.2019

CH Media

Längere Arbeitszeiten für Mitarbeiter

Das Joint Venture von NZZ-Regionalmedien und AZ Medien harmonisiert die Mitarbeiterreglemente. Die Folge davon: Die Hälfte der Belegschaft hat ab dem 1. Januar 2020 längere Präsenzzeiten.
CH Media: Längere Arbeitszeiten für Mitarbeiter
Bei CH Media werden neue Mitarbeiterreglemente eingeführt. (Bild: CH Media)
von Christian Beck

Nach dem Zusammenschluss der NZZ-Regionalmedien und AZ Medien zum Joint Venture CH Media werden nun die Mitarbeiterreglemente der beiden Unternehmen zusammengeführt und per 1. Januar 2020 harmonisiert. «Dies mit dem Ziel, ein einheitliches Mitarbeiterreglement für alle Mitarbeitenden von CH Media zu erhalten», so Unternehmenssprecherin Monica Stephani auf Anfrage.

So harmonisch ist dies jedoch nicht für alle Mitarbeitenden. persoenlich.com weiss: Das neue Reglement enthält diverse Änderungen – eine davon betrifft die wöchentliche Arbeitszeit. «Ab 1. Januar 2020 wird über alle Bereiche der CH Media die 42-Stunden-Woche eingeführt», bestätigt Stephani. Ausgenommen seien die Mitarbeitenden der Bereiche, die einem GAV unterstehen. «Bereits heute gilt für rund die Hälfte der Belegschaft die 42-Stunden-Woche.» Mit anderen Worten: Die andere Hälfte muss künftig länger arbeiten. Teils gilt heute die 40-Stunden-Woche.

Eine finanzielle Entschädigung für die Mehrarbeit dürften die betroffenen Mitarbeitenden kaum erwarten. Dieser Entscheid, die 42-Stunden-Woche auf alle Bereiche auszuweiten, sei «der weiterhin sehr herausfordernden Marktsituation geschuldet», heisst es. Die meisten Mitarbeiter wurden am Dienstag an Informationsveranstaltungen über diese Änderung informiert.

 

 



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Kommentare

  • Robert Penzinger, 12.06.2019 07:38 Uhr
    Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Fusionen und Umstrukturierungen im Medienbereich immer auf Kosten der Mitarbeiter gehen. Im übrigen: Ich kenne wenige Redaktionen, in denen für die Journalisten eine 40- oder 42-Stunden-Regelung gilt und in denen Überstunden bezahlt werden!

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