14.07.2014

Ringier

Langfristige Zusammenarbeit mit KKR vereinbart

Medienhaus und US-Investor wollen digitales Geschäft vorantreiben.
Ringier: Langfristige Zusammenarbeit mit KKR vereinbart

Das Medienhaus Ringier und der weltweit tätige Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) wollen im digitalen Geschäft künftig zusammenspannen. Die beiden Unternehmen haben eine langfristige Partnerschaft für die Schweizer Online-Marktplätze und im Vermarktungsbereich vereinbart, wie sie am Montag gemeinsam mitteilten.

KKR übernimmt dafür auch einen Minderheitsbeteiligung von je 49 Prozent an den Ringier-Tochterunternehmen Scout24 Schweiz AG und Omnimedia AG. Zu Scout 24 gehören die Onlineportale Autoscout24.ch, Motoscout24.ch und Immoscout24.ch sowie die Kleinanzeigenplattform Anibis.ch. Bei der Omnimedia AG handelt es sich laut Mitteilung um eine der führenden Online-Vermarkterinnen der Schweiz.

Digitales Geschäft stärken
Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Marktposition der beiden Unternehmen im digitalen Geschäft weiter zu stärken. "Ringier erzielt damit bereits heute 30 Prozent seines Umsatzes", wird Ringier-Chef Marc Walder in der Mitteilung zitiert. In den nächsten drei bis vier Jahren soll der digitale Umsatz laut Walder auf 50 Prozent klettern.

Für den Schweizer Onlinesektor sieht Ringier ein erhebliches Wachstumspotenzial. Während der Anteil der Online-Werbung im Gesamtwerbemix sehr niedrig sei, würden Breitband- und mobiles Internet intensiv genutzt. Gleichzeitig verfüge die Schweiz über eine "kaufkräftige und innovationsorientierte Wirtschaft".

Erhebliches Wachstumpotenzial
KKR geht es laut eigenen Angaben bei dieser Investition insbesondere darum, das eigene unternehmerische Kapital einzubringen. Laut Mitteilung sieht der US-Investor "erhebliches Potenzial in Scout24 und Omnimedia".

Die finanziellen Details der Partnerschaft geben die beteiligten Unternehmen nicht bekannt. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider vermutet, investiert KKR rund 175 Millionen Dollar. Die Wettbewerbskommission muss der Vereinbarung noch zustimmen. 

Auch Springer und Tamedia interessiert
Offenbar waren auch das deutsche Verlagshaus Axel Springer, die schwedische Beteiligungsfirma EQT und Tamedia interessiert an einer Beteiligung an Scout24, wie das deutsche "Handelsblatt" berichtet. Die Zusammenarbeit mit Springer sei nicht zustande gekommen, weil der Medienkonzern aus Berlin auf einem Anteil von 50 Prozent bestanden habe, während Ringier die Mehrheit für sich wollte. (sda/lmy)



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