16.01.2026

Mediapulse

Lauberhorn-Abfahrt ist der Quotenhit 2025

Sport hat die TV-Rangliste 2025 dominiert: Die Lauberhorn-Abfahrt erreichte 965'000 Zuschauende, gefolgt vom Eishockey-WM-Final und der Ski-WM. Die Gesamtreichweite des Fernsehens sank derweil auf 57 Prozent.
Mediapulse: Lauberhorn-Abfahrt ist der Quotenhit 2025
Schweizer Doppelsieg in Wengen: Marco Odermatt (rechts) und Franjo von Allmen feiern auf dem Podium nach der Herren-Abfahrt am 18. Januar 2025. Die Lauberhorn-Abfahrt war die meistgesehene TV-Sendung des Jahres 2025 mit 965’000 Zuschauenden. (Keystone/Peter Klaunzer)

Die Lauberhorn-Abfahrt der Männer in Wengen war die meistgesehene TV-Sendung des Jahres 2025. Durchschnittlich 965'000 Personen verfolgten am 18. Januar auf SRF den Schweizer Doppelsieg durch Marco Odermatt und Franjo von Allmen. Der Marktanteil betrug 80,1 Prozent. Die Top-Platzierungen gingen allesamt an SRF, wie aus den aktuellen Zahlen von Mediapulse und den Jahresbilanzen der Schweizer TV-Sender hervorgeht.

Die hohen Einschaltquoten wurden durch mehrere Faktoren begünstigt. Neben den Grosssportereignissen sorgte auch das ereignisreiche Jahr 2025 mit dem Bergsturz in Blatten VS, den geopolitischen Konflikten im Nahen Osten und der Ukraine sowie dem Amtsantritt von Donald Trump und seinen Zöllen für erhöhte Nachrichtennutzung.

Auf Platz zwei folgt der WM-Final des Schweizer Eishockey-Nationalteams gegen die USA in Stockholm mit durchschnittlich 943'000 Zuschauenden. Die Abfahrt der alpinen Ski-WM in Saalbach, bei der sich Franjo von Allmen zum Weltmeister kürte, erreichte 925'000 Personen, wie SRF mitteilt.

Frauen-Fussball und ESC ziehen Publikum an

Der Final der Uefa Women's Euro in der Schweiz zwischen England und Spanien verfolgten im Schnitt 889'000 Personen (Marktanteil 56,4 Prozent). Das Viertelfinalspiel der Schweizer Frauen-Nati gegen Spanien stellte mit 817'000 Zuschauenden und 61,6 Prozent Marktanteil einen neuen Rekord für ein Spiel der Frauen-Nati auf.

Der «Eurovision Song Contest» aus Basel erreichte am 17. Mai mit 764'000 Zuschauerinnen und Zuschauern sowie einem Marktanteil von 58,2 Prozent den höchsten Wert aller ESC-Ausgaben seit der Messumstellung 2013.

«Tagesschau» erreicht Höchstwert ausserhalb der Pandemie

Die Hauptausgabe der «Tagesschau» vom 28. Mai, als sich in Blatten VS ein Bergsturz ereignete, war mit durchschnittlich 878'000 Zuschauenden die meistgesehene Informationssendung des Jahres. Im Jahresschnitt erreichte die «Tagesschau»-Hauptausgabe 577'000 Personen und einen Marktanteil von 53 Prozent – laut SRF der höchste Wert ausserhalb der Pandemiejahre 2020 und 2021.

Bei den Unterhaltungssendungen überzeugte die erste Ausgabe von «Happy Day» mit dem neuen Moderator Nik Hartmann mit 713'000 Menschen und 51,1 Prozent Marktanteil – der höchste «Happy Day»-Marktanteil seit 2013. Die letzte Sendung mit Röbi Koller erreichte 623'000 Personen. Die Übertragung des «Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests» Ende August verfolgten durchschnittlich 472'000 Personen über die gesamte 15-stündige Liveübertragung (Marktanteil 71,8 Prozent).

Private Sender punkten mit «Bauer, ledig, sucht …»

Bei den privaten Sendern zählte die 21. Staffel von «Bauer, ledig, sucht …» auf 3+ zu den erfolgreichsten Formaten. In der Zielgruppe der 15- bis 49-Jährigen erreichte die dritte Folge mit 17,1 Prozent den höchsten Marktanteil, wie CH Media schreibt. Über alle 19 Folgen lag der durchschnittliche Marktanteil bei 10,2 Prozent – eine Steigerung um 20 Prozent gegenüber der Vorjahresstaffel.

Die neue Freitagabendshow «Wer will Wochenende?» mit Moser & Schelker erzielte in der selbst definierten Zielgruppe der 15- bis 39-Jährigen einen durchschnittlichen Marktanteil von 12,8 Prozent.

Regionalfernsehen: Starke Nutzung bei politischer Information

Die Regional-TV-Sender von AZ Medien und CH Media zeigten im zweiten Halbjahr 2025 besonders bei politischer Berichterstattung hohe Reichweiten.

Tele M1 (Aargau-Solothurn) erreichte eine durchschnittliche Tagesreichweite von 166'000 Personen und war in der 18-Uhr-Stunde laut eigenen Angaben mit 10,1 Prozent Marktanteil im Versorgungsgebiet der meistgenutzte private TV-Sender in seiner Region. Die Abstimmungssendungen vom 28. September und 30. November erreichten insgesamt 141’000 Kontakte.

TeleBärn (Bern) erreichte eine Tagesreichweite von 143'000 Personen und erzielte mit seiner täglichen News-Sendung einen durchschnittlichen Marktanteil von 13,2 Prozent im Versorgungsgebiet.

TeleZüri erreichte laut Communiqué eine Tagesreichweite von 301'000 Personen und bleibt damit der reichweitenstärkste regionale Privatsender der Schweiz. In der 18-Uhr-Stunde erzielte der Sender einen Marktanteil von 12,6 Prozent im Versorgungsgebiet. Die Abstimmungssendungen vom 28. September erreichten 185’000 Kontakte, jene vom 30. November 203'000.

Die Liveübertragung des Olma-Umzugs auf TVO erreichte im Versorgungsgebiet einen Live-Marktanteil von 37,8 Prozent. Die Berichterstattung von Tele 1 zur Älperchilbi in Stans sowie zur Entlebucher Alpabfahrt erzielte jeweils Live-Marktanteile von über 25 Prozent im Versorgungsgebiet.

TV-Reichweite sinkt auf 57 Prozent

Im zweiten Halbjahr 2025 schauten täglich 4,4 Millionen Personen in der Schweiz Fernsehen. Dies entspricht einer Nettoreichweite von 57 Prozent aller Personen ab drei Jahren in Haushalten mit TV-Gerät – vier Prozentpunkte weniger als im Vorjahreszeitraum. Die durchschnittliche Nutzungsdauer pro Person beträgt 170 Minuten pro Tag. Die Zahlen umfassen sowohl die lineare als auch die zeitversetzte Nutzung über herkömmliche TV-Geräte sowie seit Januar 2024 zusätzlich die Nutzung über PCs, Tablets und Smartphones.

Der Anteil der zeitversetzten TV-Nutzung erreichte mit 31 Prozent einen neuen Höchstwert. Knapp 70 Prozent der TV-Nutzung erfolgt damit weiterhin linear zum Zeitpunkt der Ausstrahlung.

SRF erzielte 2025 einen Marktanteil von 33,4 Prozent (Personen ab drei Jahren) – den zweithöchsten Wert seit der Messumstellung 2013. Die nationalen CH-Media-Sender erreichten im zweiten Halbjahr täglich 911'000 Personen (ab drei Jahren) und verzeichneten in der werberelevanten Zielgruppe der 15- bis 49-Jährigen abends zwischen 19 und 1 Uhr einen Marktanteil von 10,4 Prozent – eine Steigerung um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. (pd/cbe)


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