11.09.2006

Mach Basic

Leserzahlen der Printmedien stagnieren

Schweizerinnen und Schweizer bleiben auch weiterhin ein Volk von Zeitungs- und Zeitschriftenlesern. Neun von zehn lesen mindestens eine Zeitung mehr oder weniger regelmässig, noch grösser ist der Anteil der Personen ab 14, die mindestens eine Zeitschrift lesen. Im Vergleich zum Frühjahr 2006 jedoch stagnieren die Reichweiten der Schweizer Printmedien -- oder entwickeln sich rückläufig. Dies zeigen die am Dienstag publizierten Leserzahlen der Mach Basic 2006-2 der Wemf. "persoenlich.com" listet die Reichweiten der wichtigsten Pressetitel in einem Überblick auf:

Die Tagespresse verzeichnet heute laut der Wemf-Studie eine höhere Gesamt-Nettoreichweite als im Jahr 2000. Wurden damals mit der Tagespresse 75.1 Prozent der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung erreicht, sind es heute 77.5 Prozent. Ähnlich der Trend bei der regionalen Wochen- und bei der Sonntagspresse: Erreichen diese Titelgattungen heute 49.2 Prozent, beziehungsweise 43.5 Prozent der Bevölkerung, waren es im Jahr 2000 noch 42.1 Prozent beziehungsweise 40.3 Prozent.

Vergleicht man die heutigen Leserzahlen jedoch mit der im Frühjahr 2006 publizierten Mach-Auswertung, zeigt sich, dass nur wenige Tages- und Sonntagszeitungen im vergangenen Halbjahr zulegen konnten. Ein weiteres Mal Leser dazugewonnen hat davon unbesehen 20 Minuten: Das Pendlerblatt bleibt hierzulande mit 1'116'000 (+77'000) Lesern ganz klar die Nummer eins. Von den grossen bezahlten Tageszeitungen macht einzig die Mittelland Zeitung einen Sprung nach vorne und gewinnt dank der Einverleibung der Basellandschaftlichen Zeitung 58'000 Leser hinzu.

Leicht rückläufig entwickeln sich die Reichweiten der grossen Tageszeitungen: Der Blick kommt neu auf 715'000 Leser (-12'000) der Tages-Anzeiger auf 551'000 Leser (-25'000) und die Neue Zürcher Zeitung auf 312'000 Leser (-18'000 ). Die Basler Zeitung legt leicht zu auf 212'000 Leser (+2'000). An das Leserwachstum der Vorperiode nicht anknüpfen konnte die Sonntagspresse: Der SonntagsBlick stagniert auf 997'000 Leser (-1'000), die SonntagsZeitung zählt 809'000 Leser (-15'000) und die NZZamSonntag 453'000 Leser (-13'000).

Als grosser Verlierer der Auswertung kann der Jean-Frey Verlag ausgemacht werden: Alle Titel verlieren Leser -- und dies zum Teil markant. Am ausgeprägtesten ist der Leserschwund bei der Bilanz: Das Wirtschaftsmagazin verliert im Vergleich zum letzten Halbjahr 73'000 Leser und kommt noch auf 242'000 (laut der Wemf sind die Zahlen der Bilanz jedoch nicht vergleichbar mit der Vorperiode). Der Beobachter kommt derweil noch auf 1'0212'000 Leser (-50'000). Ebenfalls hat die Reichweite von TV-Star und Weltwoche (397'000/-22'000) abgenommen. Im Gegensatz dazu kann Facts den Abwärtstrend der vergangenen Jahren stoppen und zählt gemäss Mach BASIC 437'000 Leser.

Am meisten Leser überhaupt haben nach wie vor die Coop-Zeitung (2.62 Mio.) und das Migros-Magazin (2.32 Mio).

Die Reichweiten der wichtigsten Titel im Überblick

Tages- und Sonntagspresse Deutschschweiz:

Zeitschriften Deutschschweiz:

Tages-, Sonntags- und Wochenzeitungen Italienische Schweiz:

Tages-, Sonntags- und Wochenzeitungen Westschweiz:

Zeitschriften Westschweiz:


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