13.12.2018

Inside Paradeplatz

Lukas Hässig ist «Journalist des Jahres 2018»

Der Finanzjournalist ist mit über 30 Prozent der Stimmen gewählt worden. Ausserdem erhielt der 54-Jährige erneut den Titel «Wirtschaftsjournalist des Jahres». In dieser Kategorie holte er fast die Hälfte aller Stimmen. Wir nennen die weiteren Kategoriensieger.
Inside Paradeplatz: Lukas Hässig ist «Journalist des Jahres 2018»
Lukas Hässig wurde «mit einem gewaltigen Vorsprung» zum «Journalisten des Jahres 2018» gewählt. (Bild: SRF)

Lukas Hässig ist zum «Journalisten des Jahres 2018» gewählt worden. In der Online-Abstimmung hat der Herausgeber des Bankenmagazins «Inside Paradeplatz» 31 Prozent aller Stimmen erhalten. «Noch nie hat ein ‹Journalist des Jahres› die Wahl mit einem derart grossen Vorsprung gewonnen», heisst es in der am Donnerstag erschienenen «Schweizer Journalist»-Ausgabe.

«Fast im Alleingang löste Finanzjournalist Hässig eine Affäre aus, welche die zuvor populärste Bank des Landes (Raiffeisen, Anm. der Red.) in eine tiefe Krise und ihren CEO Pierin Vincenz in Untersuchungshaft führte», so die Begründung dazu.

Zudem wurde Hässig zum «Wirtschaftsjournalisten des Jahres» gewählt. In dieser Kategorie vereinte er rund 46 Prozent aller Stimmen. «Der riesige Vorsprung von Hässig zeigt den Respekt der Branche», heisst es. Der 54-Jährige wurde bereits 2017 «Wirtschaftsjournalist des Jahres» (persoenlich.com berichtete). Damals übte Michael Ringier, Verleger und VR-Präsident von Ringier, massive Kritik an der Wahl Hässigs.

Bei den weiteren Kategoriensieger tauchen etliche Namen auf, die bereits im Vorjahr gewonnen haben:

  • Politjournalistin des Jahres: Susanne Wille, «10vor10» (wie im Vorjahr)
  • Gesellschaftsjournalistin des Jahres: Michèle Binswanger, «Tages-Anzeiger» (wie im Vorjahr)
  • Kulturjournalist des Jahres: Jean-Martin Büttner, «Tages-Anzeiger» (wie im Vorjahr)
  • Rechercheur des Jahres: Kurt Pelda, «Tages-Anzeiger» (wie im Vorjahr)
  • Chefredaktion des Jahres: Kaspar Surber, Silvia Süess und Yves Wegelin, «WOZ»
  • Kolumnisten des Jahres: Daniel Binswanger, «Republik», und Nina Kunz, «Das Magazin»
  • Reporter des Jahres: Daniel Ryser, «WOZ»/«Republik»
  • Sportreporter des Jahres: Stefan Bürer und Heinz Günthart, SRF


Die Vorauswahl der Nominierten für die Wahl zum «Journalisten des Jahres» wurde von 40 aktiven und ehemaligen Journalisten vorgenommen. Sie reichten ihre Vorschläge in den zehn verschiedenen Kategorien ein. Die Shortlist der nominierten Kandidaten entstand dann nach rein numerischen Kriterien, so dass es auch Mehrfach-Nominierungen geben konnte. Die Namen mit den meisten Nennungen kamen in die Endauswahl für die Online-Abstimmung, an der dann laut eigenen Angaben gegen 900 Journalisten teilnahmen. Im Vorjahr waren es noch 1200. (cbe)

 



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Kommentare

  • Robert Weingart , 13.12.2018 17:00 Uhr
    Gratulation, Lukas Hässig. Das hat er sich verdient. Die vielen Sieger mit Vorjahressieg zeigt allerdings die fast inzestuösen Zustände in der Branche. Und der Teilnehmerrückgang um einen Viertel das offenbar schwindende Interesse am Schweizer Journalist. Gut, dass sich Zimmermann als Chefredaktor bald vom Acker macht.
  • Oliver Brunner, 14.12.2018 10:48 Uhr
    Lukas Hässig ist ein verdienter Sieger. Gratulation. Für die anderen Gewinner ist es aber etwas peinlich, weil wohl kaum jemand eine Geschichte anführen könnte, die diese geschrieben haben. Eigenrecherche kennen die meisten Journalisten gar nicht mehr. Nabelschauartikel im Stil von "wie mich metoo verändert hat" und Meinungsartikel "die Finanzkrise hätte nie stattfinden dürfen" machen mittlerweile viele Zeitungen unlesbar.
  • Lorenzo Ancona, 14.12.2018 11:46 Uhr
    @Brunner: Kurt Pelda? Keine bekannte Geschichte? (Stichwort: An'Nur) Daniel Ryser? Keine bekannte Geschichte? (Stichwort: Köppel) Jean-Martin Büttner? Keine Eigenrecherche? (Man lese mal seinen Output in Jahrzehnten) Sind Sie sicher, dass Sie überhaupt Zeitungen lesen bzw. sich für Journalismus interessieren?
  • Victor Brunner, 14.12.2018 19:01 Uhr
    Lukas Hässig ist ein würdiger Preisträger! Im Alleingang bringt er Storys zur Raiffeisenbank, zu E&Y, bei RB und E&Y mit personellen Folgen Selbstverständlich kann Michael Ringier Hässig wieder mit Constantin in den gleichen Topf werfen, nur würde er wieder falsch liegen. Hässig hat Erfolg, Constantin nur mässig. Die Auszeichnung für Hässig sollte Ringier beflügeln einmal im eigenen Haus nachzuschauen warum nie eine Trophäe an der Dufuorstrasse landet. Doch erstaunlich, Hässig IP, ein Mann, Dufourstrasse, viele Titel, viele JournalistenInnen, keine Auszeichnung. Vielleicht sollte BLICK eine Kampagne starten "Wir wollen auch eine Auszeichnung!".
  • Victor Brunner, 15.12.2018 08:48 Uhr
    Gratulation an Lukas Hässig! Platz 1 ist verdient. Er ist einer der wenigen wirklich unabhängigen und investigativen Journalisten. Raiffeisen, E&Y, hat LH aufgedeckt. JournalistenInnen der grossen Verlage haben diese Themen von IP abgekupfert. Bestes Beispiel Frau Binswanger vom TA. diese Woche auch noch auf die E&Y Story aufgesprungen! LH Dasselbe gilt für alle Zeitungen die auf die RB Story aufgesprungen sind, nachdem kein rechtliches Risiko mehr bestand darüber zu berichten. Das ist eben auch eine Stärke von Hässig, er hat Mut, scheut das Risiko nicht und legt seine Texte vor dem Druck nicht einer Rechtsabteilung vor die dann den Rotstift ansetzt um Klagen zu verhindern!

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