Die WoZ Luzern, die Regionalbeilage der WochenZeitung, steht vor dem Aus. Urs Dossenbach von der Luzerner WoZ-Redaktion bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des DRS-Regionaljournals Innerschweiz. Laut Dossenbach beantragt die WoZ-Geschäftsleitung der Vollversammlung die Einstellung der Luzerner Regionalausgabe. Der Entscheid fällt am Donnerstagnachmittag in Zürich. Wann die Einstellung erfolgt, steht noch nicht fest. Wahrscheinlich dürfte Ende Mai die letzte Ausgabe erscheinen. Grund für den Einstellungs-Antrag der Geschäftsleitung: Die WoZ Luzern hätte innert zwei Jahren selbsttragend sein sollen. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Sowohl 2000 wie 2001 waren Defizite von je 50'000 Franken zu verzeichnen.
Die WoZ Luzern war gegründet worden, nachdem die eher links stehende Wochenzeitung Luzern heute Ende 1999 eingestellt wurde. Den Initianten ging es darum, das Monopol der Neuen Luzerner Zeitung zu verhindern. Mitte März 2000 erschien die WoZ Luzern erstmals. Um zu überleben, so hiess es, müsse eine Abonenntenzahl von 1500 erreicht werden. Tatsächlich weist die Zeitung heute praktisch unverändert 1230 Abonnenten und eine Auflage von 2000 Exemplaren aus.

