03.02.2021

INMA

Marc Isler ist neu im Verbandsvorstand

Der Chief Revenue Officer von Tamedia vertritt die Schweiz in der International Media Association.
INMA: Marc Isler ist neu im Verbandsvorstand
Marc Isler von Tamedia neu im Vorstand des 91 Jahre alten Branchenverbandes International Media Association (INMA). (Bilder: zVg.)

Seit Januar fungiert Marc Isler, Chief Revenue Officer von Tamedia, neu im Vorstand der «INMA Europe Division» als Director Switzerland. Er löst damit Nina Ranke von Ringier Axel Springer ab, welche die Branche verlassen hat, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Schweizer Medienhäuser Ringier, Ringier Axel Springer, NZZ und Tamedia sind seit mehreren Jahren Mitglieder bei der International Media Association (INMA). Die INMA hat im letzten Jahr laut Mitteilung «erfolgreich ihr traditionelles Angebot an Konferenzen und Workshops für ihre weltweit über 16'000 Mitglieder komplett auf virtuelle Konferenzen, Master Classes und Webinare umgebaut».

INMA sieht 2021 vier Wachstumsfelder

Nächste Woche wird die INMA mit ihrem «Media Subscriptions Summit 4.0» das Thema des digitalen Wachstums für Medienhäuser vertiefen. In der Vorbereitung auf den Event zeigt Greg Piechota, Researcher in Residence INMA, die wichtigsten Punkte für Medienhäuser in 2021:

Nutzererfahrung neu erfinden: «Starke Inhalte sind die Basis, nun muss das Nutzungserlebnis verbessert werden, um weiter zu wachsen», wird Piechota in der Mitteilung zitiert. «Medienhäuser investieren aktuell viel in Produktteams und Produkte. Sie müssen über Funktionen in ihren Apps und neue Inhaltsformate nachdenken.»

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Fokus verschieben: «In den vergangenen Jahren konzentrierten sich die Verlage darauf, ihre bestehende Leserschaft in Abonnements umzuwandeln», so Piechota. «Jetzt müssen sie sich auf die Aussenwelt einstellen. Sie müssen über Zielgruppen nachdenken, über Segmente, die sie ansprechen wollen, die junge Lesergeneration, Frauen, Menschen mit bestimmten Interessen. Die Verleger wissen, dass dies eine neue Welt ist, in der sie neue Produktangebote schaffen müssen. Vielleicht müssen sie auch ihr Marketing und ihre Preisgestaltung ändern.»

Intelligente Preisgestaltung: «Viele Verlage haben im Covid-Jahr ein starkes Abo-Wachstum erreicht. Aber jetzt ist es tatsächlich an der Zeit, daraus ein echtes Geschäft zu machen. Einige haben unter dem Verlust von Werbeeinnahmen oder der Schliessung von Präsenzveranstaltungen gelitten. Digitale Abonnements müssen jetzt wirklich Geld einbringen, also sind die Verlage viel klüger bei der Preisgestaltung.»

Skalieren Sie Abonnements und Partnerschaften: Nachrichtenverlage haben die Möglichkeit, über Einzelabos hinaus zu wachsen. «In den letzten Jahren haben sich die Verlage darauf konzentriert, einzelne Leser zu einem Abonnement zu bewegen. Jetzt müssen sie die Leserschaft auf diejenigen ausweiten, die ihre Marke vielleicht noch nicht so gut kennen. Das ist möglich durch Gruppen-Abonnements, Firmen-Abonnements, Partnerschaften mit anderen Aboprodukten, Bundles und alle möglichen Dinge. Im Grunde werden wir darüber sprechen, wie man andere dazu bringt, für diese Abonnements zu bezahlen.»

Die INMA ist laut eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von globalen Best Practices für die Medienbranche. INMA hat heute mehr als 16'000 Mitglieder in 800 Unternehmen, dies in 70 Ländern. Die Mitglieder sind typischerweise Führungskräfte auf C-Level, die in den Bereichen Führung und Management, Werbung, Publikum, Digital, Marketing, Produktentwicklung und Forschung tätig sind. (pd/cbe)

 



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