Die Schweizer Medienbranche kommt nicht zur Ruhe. Kurz nachdem Verena Vonarburg, bislang Direktorin des Verbandes Schweizer Medien, ihren Wechsel zu Ringier bekanntgegeben hatte (persoenlich.com berichtete), wird nun eine verbale Auseinandersetzung zwischen Ringier-CEO Marc Walder und AZ-Verleger Peter Wanner bekannt.
Gegenüber der NZZ bezichtigt Walder den Aargauer Verleger der "Doppelbödigkeit". "Und ein doppelter Boden", so Walder weiter, "ist keine gute Grundlage." So habe Wanner als Verleger offenbar Interesse gezeigt, an der umstrittenen Werbeallianz von Ringier, der SRG und Swisscom mitzumachen. Gleichzeitig stütze er aber als Präsidiumsmitglied des Branchenverbandes Schweizer Medien die Haltung seiner Vereinigung, die dieses Joint-Venture konsequent ablehnt.
Gegenüber der NZZ bezeichnete Wanner diesen Vorwurf als "unverschämt". Gleichzeitig bestätigt er erstmals offiziell, dass die SRG und Swisscom zuerst ihn zur Teilnahme am Joint-Venture aufgefordert hätten, bevor sie Ringier kontaktierten. Er habe von Anfang an gesagt, dass sich ein solches Joint-Venture nur verantworten liesse, wenn sich mehrere Verlagshäuser an einem solchen Konstrukt beteiligen würden und die Daten für alle zugänglich seien. Zudem – so Wanner – sei es "nichts als legitim, auszuloten, ob die drei Partner nach Bekanntgabe des Joint Ventures noch an einer Branchenlösung interessiert sind." Das habe er gemacht. (ma)
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