«Auch wenn die genaue Höhe der Einsparungen erst Ende September von Tamedia bekanntgegeben wird, lässt die Grössenordnung zahlreiche Entlassungen befürchten», teilten die Redaktionsvereinigungen der beiden Zeitungen am Donnerstag mit.
Einsparungen im Millionenbereich
Die Redaktionen rechnen mit Einsparungen von bis zu zwei Millionen Franken pro Titel, um die Zeitungen wieder rentabel zu machen. Die Direktion von Tamedia in der Westschweiz habe als Ziel festgelegt, dass jeder Titel rentabel sein müsse.
Die Angestellten riefen das Verlagshaus auf, sich von der rein auf die Finanzen ausgerichteten Logik zu verabschieden, zumal Tamedia Jahr für Jahr beträchtliche Gewinne einfahre.
Nach Jahren der Rationalisierung, Stellenabbau und dem gleichzeitigen Ausbau des Online-Bereichs könne diesmal nicht nochmal das Angebot mit weniger Personal gesteigert werden. Der Journalismus sei deshalb substanziell gefährdet und mit ihm die Information, Vielfalt und Qualität.
Syndicom unterstützt Redaktionen
Die Mediengewerkschaft Syndicom unterstützte den Aufruf der Redaktionsvereinigungen. Der Abbau des journalistischen Angebots werde die Printmedien nicht attraktiver machen. Man müsse eher in den Qualitätsjournalismus investieren, um neue Leser anzuziehen, wie Syndicom am Donnerstag mitteilte. (sda)

