Nach den Anschlägen in Brüssel haben die belgischen Behörden die Medien aufgefordert, nicht über laufende Ermittlungen zu den Taten zu berichten. «Manche Journalisten verbreiten Informationen über die laufende Ermittlung», kritisierte die belgische Staatsanwaltschaft in einer Erklärung. Sie rufe daher «die Presse eindringlich auf, darauf zu verzichten, Informationen bezüglich der laufenden Justizermittlungen zu verbreiten, um den Ermittlungen nicht zu schaden».
Zuvor war in Medienberichten von Hausdurchsuchungen in Brüssel im Zusammenhang mit den Anschlägen am Vormittag die Rede gewesen. Bei den Bombenanschlägen wurden nach offiziellen Angaben mindestens 34 Menschen getötet und viele weitere verletzt. Die Taten wurden im Abflugbereich des Flughafens der belgischen Hauptstadt sowie in einer U-Bahn in der Station Maelbeek verübt, die unweit der wichtigsten Gebäude der EU-Institutionen liegt. Die Regierung rief die höchste Terrorwarnstufe aus. (sda)

