01.11.2002

FNAC

Medienhändler vor dem Sprung über den Röstigraben

Zürich als Testfeld für den deutschen Markt.

Nach der Eröffnung von Filialen in Genf und Lausanne bereitet die französische Buch- und Medienkette FNAC nun den Sprung über die Sprachgrenze vor. Im Visier sind vorerst Zürich und Basel - als Testfeld für den deutschen Markt. "Wir sind aktiv auf der Suche nach 3500 Quadratmeter Ladenfläche in der Nähe der Zürcher Bahnhofstrasse", sagt FNAC-Direktor Christophe Fond. Ziel: bis Ende 2004 in Zürich eine oder gar zwei Filialen aufbauen. Parallel wird auch in Basel Raum gesucht. Bern lässt die FNAC aufgrund von Marktabklärungen links liegen.

Der Zeithorizont sei bewusst vorsichtig gewählt und Teil einer Strategie, die langfristig den deutschen Markt anvisiert. "Wir betreten Neuland und sehen Zürich als eine Art Laboratorium", sagt Fond. Die FNAC zieht damit die Lehren aus dem 1994 gescheiterten Versuch, in Berlin Fuss zu fassen. Zur FNAC-Strategie gehören nicht nur die Standortwahl an wichtigen Passantenlagen sondern auch die Anpassung an das kulturelle Umfeld. "Wir treten nicht als französisches Unternehmen auf, sondern als lokaler Akteur mit internationaler Ausstrahlung", sagt der aus Frankreich stammende Direktor von FNAC Schweiz.


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