Der Erfolg seiner Auslands- und Internetgeschäfte hat dem Deutschen Medienkonzern Axel Springer einen kräftigen Gewinn- und Umsatzschub beschert. Der Überschuss stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr von 49,7 auf 87,3 Mio. Euro. Der Umsatz stieg von 631,4 Mio. Euro auf 711 Mio. Euro, wie Axel Springer am Mittwoch mitteilte. Profitiert hat Axel Springer vom Gemeinschaftsunternehmen mit Ringier in Osteuropa. Seit Juli 2010 sind die beiden Medienunternehmen dort gemeinsam operativ tätig. Im 3. Quartal verzeichnete Axel Springer im Segment Print international darum eine Umsatzsteigerung von 55,8 Prozent.
Über neun Monaten gerechnet stieg der Umsatz in diesem Segment um 19,4 Prozent. Ohne das Joint Venture mit Ringier wäre der Umsatz von Axel Springer in Osteuropa nur um 5 Prozent gewachsen. Bei den Vertriebserlösen von internationalen Zeitungen und Zeitschriften legte der Umsatz insgesamt um 16,9 Prozent auf 162,5 Mio. Euro zu. Für das gesamte Jahr gibt sich der Medienkonzern zuversichtlich: Axel Springer rechne mit einem Betriebsergebnis vor Steuern in der Grössenordnung des Rekordwerts aus dem Geschäftsjahr 2008. In der Schweiz gehören unter anderem diverse TV-Programmzeitschriften sowie die "Bilanz", die "Handelszeitung" und der "Beobachter" zum deutschen Verlag. (sda)

