Alain Hertig von der Sendung "Mise au point" des TSR ist der diesjährige Träger des Medienpreises idée suisse. Die Jury verlieh dem Romand die Auszeichnung für ein "beispielhaftes politisches Interview" mit SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli. Hertig hat es laut Mitteilung der SRG verstanden, "mit gezielten Fragen und aufmerksamem Nachhaken bei Unklarheiten die Verschwörungstheorie des 'SVP-Ideologen' zu zerpflücken".
Die Jury des Medienpreises idée suisse verlieh ebenfalls vier Ehrenmeldungen. In der Kategorie "Fernsehen" wurden "Rundschau"-Redaktor Reto Brennwald und Darius Rochebin ausgezeichnet. Brennwald für ein Interview mit Mario Corti während des Swissair-Prozesses, Rochebind für ein Gespräch mit Sepp Blatter kurz vor dessen Wiederwahl zum Fifa-Präsidenten.
In der Kategorie "Radio" gingen die Ehrenmeldungen an Roberto Antonini für ein Radiointerview mit dem Sprachwissenschaftler Noam Chomsky sowie an Alain Franco und Serge Gumy für deren Interview mit Staatsanwältin Carla del Ponte im Rahmen der Sendung "Forum" von Radio Suisse Romande.
Dieses Jahr wurde der Medienpreis idée suisse in einer neuen Form durchgeführt. Die Kategorien "Tagesaktualität" und "Wochenaktualität" wurden durch die Kategorien "Radio" und "Fernsehen" ersetzt. Die Jury beschränkte die Beiträge in diesem Jahr auf das Thema Interview. Präsident der Jury ist Dominique von Burg, ehemaliger Chefredaktor der Tribune de Genève. Weitere Jurymitglieder sind Verlegerin Monica Piffaretti, NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler, dem früheren RSR-Programmdirektor Jacques Donzel sowie Ex SR DRS-Chefredaktor Marco Färber.

