Die Wochenzeitung WOZ engagiert sich politisch. Die unabhängige Zeitung mit linker Ausrichtung will nach einigen Worten nicht tatenlos zusehen, wie die SVP im Wahlkampf rund um die Durchsetzungsinitiative alles «vollpflastern, bis allen sturm wird im Kopf». Daher wurden der aktuellen Ausgabe vom 14. Januar Plakate beigelegt, die sich gegen die Initiative aussprechen.
«Entrechtungsinitiative» kreiert
Auf der Rückseite lässt sich die Begründung für diese Aktion finden: Die Redaktion würde noch etwas anderes machen wollen nebst der kritischen Berichterstattung. «Und da haben wir an Sie gedacht: an unsere 16'000 AbonnentInnen, die bestimmt nicht nur klug, mutig und grosszügig sind, sondern auch praktisch veranlagt. Und die sicher darauf gewartet haben, ein Zeichen setzen zu können», heisst es sowohl im Text, als auch auf der Webseite entrechtung.ch. Der Name «Entrechtung» deswegen, da dies der Zweck der Initiative sei: «Die Initiative der SVP ist von enormer Tragweite. Sie bezweckt die Entrechtung von zwei Millionen Menschen in der Schweiz.» Und weiter: «Das Problem beginnt schon beim Namen: ‹Durchsetzungsinitiative› ist ein Etikettenschwindel. Zutreffend ist: Entrechtungsinitiative.»
Schriftsteller als Unterstützer
Die fünf verschiedenen Plakate, die sich auch online bestellen lassen, sind mit Zitaten versehen, die allesamt gegen die Durchsetzungsinitiative zielen. Gestaltet wurden sie vom Zürcher Grafiker Martin Stoecklin (@martinstoecklin), die Zitate stammen von den Schweizer Schriftstellern Alex Capus, Pedro Lenz, Dorothee Elmiger, Melinda Nadj Abonji und Martin Suter.

Zudem wird die Kampagne via Social Media verbreitet. So hat die WOZ beispielsweise ein Youtube-Video erstellt, das auf der Webseite und auf Facebook eingebettet ist. Auch auf Twitter wurde die Aktion angekündigt. (sg)
http://www.entrechtung.chFünf prominente Schweizer SchriftstellerInnen haben für die WOZ ein Plakat gegen die...
Posted by Die Wochenzeitung - WOZ on Thursday, January 14, 2016

