25.09.2020

Bolero

Mitarbeiterinnen führen Magazin weiter

Die Redaktion des Mode- und Kulturmagazins wird nach einer Umstrukturierung neu extern verantwortet. Zwei Teamkolleginnen haben sich im Pitch durchgesetzt und übernehmen das Mandat auf selbstständiger Basis.
Bolero: Mitarbeiterinnen führen Magazin weiter
Führen Bolero weiter (v.l.): Kristin Müller und Helen Pombo. (Bild: Mirjam Kluka)

Um das Magazin Bolero im veränderten Marktumfeld nachhaltig weiterführen zu können, wird die redaktionelle Aufgabe neu von einer externen Stelle übernommen, wie es in einer Mitteilung heisst. Im August wurde bekannt, dass Ringier Axel Springer Schweiz bei den Publikumszeitschriften sparen und Bolero auslagern will (persoenlich.com berichtete).

Die «Neuen» hätten die Bolero-DNA bereits verinnerlicht – denn sie kommen direkt aus der ehemaligen Redaktion: Kristin Müller, vormals Managing Editor und Helen Pombo, vormals Creative Director, schliessen sich zur Content-Agentur «Studio September» zusammen und realisieren die Produktion fortan auf selbstständiger Basis. Zusammen haben die beiden Magazin-Macherinnen «geballte elf Jahre Bolero-Erfahrung», wie es weiter heisst. «Mit dem erarbeiteten Fingerspitzengefühl, Netzwerk und Know-how führen sie als Co-Redaktionsleiterinnen den Titel mitsamt seinen hochwertigen Reportagen und Fotostrecken in gewohnter Qualität weiter», schreibt Ringier Axel Springer Schweiz.

«Für uns ist dieser Auftrag eine grosse Chance», wird Helen Pombo zitiert. «Bolero liegt uns sehr am Herzen und wir sind glücklich, dass wir uns weiterhin mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail einbringen können.» Als Creative Director hat Pombo die letzten vier Jahre die visuelle Gestaltung des Magazins verantwortet, davor war sie in der Designagentur Raffinerie tätig. Ihre Kollegin Kristin Müller stiess als Praktikantin zu Bolero und wurde innert sieben Jahren zum Managing Editor. Sie freut sich darauf, die Geschichte von Bolero mit Pombo weiterzuführen: «Die schönen Dinge des Lebens bleiben die schönen Dinge des Lebens. Doch unser Blick auf sie verändert sich. Wir betrachten unsere Umwelt mit zunehmendem sozialen und ökologischen Bewusstsein. Mit Bolero möchten wir Werte zelebrieren, die Bestand haben.»

Bolero erscheint weiterhin alle zwei Monate als Beilage der hauseigenen Wirtschaftstitel Handelszeitung und Bilanz. Nina Ranke, Leiterin Wirtschaftsmedien bei Ringier Axel Springer Schweiz, ist überzeugt von der externen Lösung: «Die neue Konstellation ist ein Glücksfall für alle Beteiligten. Unsere Leserinnen und Leser profitieren unverändert von stilvoller Inspiration und wir konnten den Auftrag an zwei ehemalige Bolero-Mitarbeiterinnen vergeben, die den Sprung in die Selbstständigkeit wagen, was mich persönlich sehr freut.» Als Beilage der Wirtschaftsmagazine Handelszeitung und Bilanz erreicht Bolero laut Mitteilung rund 239'000 potenzielle Leserinnen und Leser – hinzu kommen rund 20'000 Kunden des Modehauses Grieder, welche das Lifestyle-Magazin ebenfalls zugeschickt bekommen. «Diese Kombination ist gerade auch für Werbekunden sehr interessant und wird vom Markt seit jeher geschätzt», so Ranke weiter.

Die frisch gegründete Content- und Kreativagentur Studio September kreiert im Auftrag von Ringier Axel Springer Schweiz fortan sämtliche Inhalte von Bolero, heisst es. Zusätzlich zum Bolero-Mandat werde Studio September auch andere Abteilungen des Hauses bei Mode-, Design- und Lifestyle-Themen unterstützen sowie weitere Kundenaufträge aus diesen Bereichen realisieren. (pd/cbe)

 



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