09.02.2020

Ringier

Mobiliar habe 350 bis 450 Millionen bezahlt

Daraus ergibt sich, laut einer Berechnung der SoZ, eine Bewertung für den Ringier-Konzern von 1,4 bis 1,8 Milliarden Franken.
Ringier: Mobiliar habe 350 bis 450 Millionen bezahlt
«Komplexe Transaktion». Der Einstieg der Mobiliar bei Ringier wurde Anfang Woche bekannt. (Bild: Keystone/Eddy Risch)

Der Deal zwischen Mobiliar und Ringier sei ein teurer gewesen, schreibt die SonntagsZeitung unter Berufung auf «Verhandlungskreise». Denn die Mobiliar lege für den 25-Prozent-Anteil an Ringier zwischen 350 und 450 Millionen Franken auf den Tisch. Daraus ergebe sich laut der Rechnung der SoZ eine Bewertung für den Ringier-Konzern von 1,4 bis 1,8 Milliarden Franken.

Ringier-CEO und -Teilhaber Marc Walder bereits am Montag in einem Interview persoenlich.com sagte, handelt es sich um eine «grosse» und «durchaus komplexe Transaktion». Komplex sei die Transaktion wohl auch deshalb, «weil gleichzeitig eine Kapitalerhöhung durchgeführt wird und die bestehenden Aktionäre entschädigt werden müssen», so die SoZ.

Marc Walder werde zum Dutzendfach-Millionär

Laut der SoZ sollen 30 Prozent der Kaufsumme der Mobiliar ins Unternehmen fliessen, der Rest soll an die Familie Ringier und an Marc Walder gehen. Der Einstieg von Mobiliar bedeute einen Millionensegen für die Ringier-Aktionäre. Der Deal kapituliere auch Marc Walder in die Liga der Dutzendfach-Millionäre. Sein Anteil von 10 Prozent werde neu mit 140 bis 180 Millionen Franken bewertet. Verkauft Walder davon einen Fünftel, also 2 Prozent der Ringier-Aktien, an die Mobiliar, zieht er dafür zwischen 28 und 32 Millionen Franken heraus. «Eine schöne Summe für den ehemaligen Tenniscrack, der in den 1990er-Jahren als Blick-Journalist bei Ringier anfing», so die SoZ. 

Ringier wollte weder gegenüber der SoZ, noch auf eine Anfrage von persoenlich.com vom Sonntag Stellung nehmen. 

Der Anfang Woche bekannt gegebene Beteiligungserwerb soll in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden. Von der Mobiliar werden Verwaltungsratspräsident Urs Berger und Konzernchef Markus Hongler neu im Verwaltungsrat von Ringier vertreten sein (persoenlich.com berichtete). (eh)



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