17.06.2015

IGEM

Modell zur Messung von Cross-Media-Nutzung

Stuart Wilkinson präsentierte an der Mitgliederversammlung ein Set von integrierten Lösungen.

An der Mitgliederversammlung der IGEM wurde Axel Beckmann, CEO von Mediacom und seit Anfang 2014 auch von Group M in der Schweiz, als Nachfolger von Cosima Giannachi in den Vorstand gewählt. Das Interessante kam jedoch erst nach den staturaischen Geschäften, heisst es in einer Mitteilung.

Im Anschluss an die statutarischen Geschäfte präsentierte Stuart Wilkinson, Head of Industry Relations EMEA, Comscore das Modell von Comscore und Kantar Media. Es sieht ein Set von integrierten Lösungen zur Kampagnenmessung vor. Dabei sollen die Daten aus dem Fernsehpanel mit den Online-Nutzungsdaten vereinigt werden. Die Daten von Online basieren auf einer Methode, die Cookies und Tags kombiniert und damit die Onlinenutzung auf Personenebene messen kann. Dabei werden in jedem Markt auf Grund der lokalen Gegebenheiten individuelle Lösungen gesucht. In der Entwicklung unterscheiden Comscore und Kantar Media fünf Phasen. In der Schweiz steht man nach Angaben von Wilkinson in Phase zwei in der Daten von Desktopgeräten mit solchen von mobilen Geräten kombiniert werden.

In der fünften Phase wird dann die Totalnutzung aus Online und TV gebildet. Diese Zusammenarbeit funktioniere technisch bereits. Die Bildung eines Mobile-Panels sei aber extrem aufwendig. Dazu kommt der Umstand, dass mit TV und Online zwei völlig verschiedene Welten mit stark unterschiedlichen Granularitäten zusammengeführt werden müssen. Während es beim TV um vergleichsweise wenige Kanäle geht, deren Nutzung sehr tief gemessen wird, gibt es Online sehr viel mehr "Kanäle" (bzw. Sites), die weniger tief gemessen werden.

In Europa ist die Implementierung in Spanien, den Niederlanden, Norwegen und Finnland am weitesten. Man ist aber noch in keinem europäischen Land am Punkt, wo man integrierte Daten von TV und Online (Total View) hat. Denn in der Detailarbeit ergeben sich Fragen wie "Wer hat die Datenhoheit?" oder "Wer fusioniert?". Offen ist auch, welches die Währung der Zukunft ist. Es ist also noch ein weiter Weg zu gehen. Wilkinson sieht für die Schweiz aber gute Voraussetzungen. (pd)

 


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