Geplant war ein Interview mit Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger. Dieser wollte aber den "Weltwoche"-Journalisten keine Red und Antwort stehen. Deshalb publizierte das Blatt anstelle der Antworten eine leere Seite. Kommentar: "Gerne hätten wir hier das kritische Abschiedsinterview mit Bundesrat Moritz Leuenberger abgedruckt. Einer seiner Mitarbeiter jedoch teilte mit: 'BR-Leuenberger ist nicht daran interessiert, mit der Weltwoche zu diskutieren.' Der sonst so redselige Medienminister liess sich stattdessen seitenlang im Sonntagsblick lobpreisen. Den Fragen der einzigen unabhängigen Zeitung der Schweiz wollte er sich nicht stellen. Im Unterschied zu den grossen überregionalen Verlagshäusern beansprucht die Weltwoche keine staatlichen Subventionen aus Leuenbergers früherem Departement."
Der Entscheid Leuenbergers können die Leser nachvollziehen. Im Internet schreiben sie: "Ob die WW sich mal an der Nase nehmen und überlegen sollte, dass sie sich mit immer absurderem Journalismus seit langem mehr und mehr ins Abseits stellt?" Oder: "Es ist absolut nachvollziehbar, dass Herr Leuenberger einem abhängigen SVP-Parteiblatt, das laufend an Bedeutung verliert (siehe Leserzahlen!), kein Interview geben will "

