24.11.2010

BZM

Moritz Suter kauft BaZ zu einem "fairen Preis"

Emotionen waren beim Kauf ausschlaggebend.

Über den Preis, den Crossair-Gründer Moritz Suter für die "Basler Zeitung" (BaZ) bezahlt hat, wurden keine Angaben gemacht. Es sei Stillschweigen vereinbart worden, sagten Käufer Suter und Mitverkäufer und Ex-BaZ-Verleger Martin Wagner am Mittwoch vor den Medien. "Ich habe es aus meinem eigenen privaten Vermögen bezahlt", sagte Suter jedoch auf eine entsprechende Frage. Die BaZ sei allerdings ein Unternehmen, für "das man nicht soviel verlangen kann": Das Unternehmen habe Probleme im Druckereibereich und über 100 Millionen Franken Schulden.

Suter sprach im weiteren von einem "fairen Preis" und verneinte, dass die Banken Druck gemacht hätten. Wagner sagte, bereits die frühere Eigentümer- Familie Hagemann habe "keinen wahnsinnig hohen Preis" von ihm und Financier Tito Tettamanti verlangt, und er und Tettamanti hätten sich gegenüber Suter ebenso verhalten. Suter begründete den Kauf unter anderem mit den Emotionen, die in der vergangenen Woche hochgegangen seien, nachdem das Engagement von Christoph Blochers Beratungsfirma Robinvest bekannt geworden war. Er habe letzten Freitag Kontakt mit Tettamanti gehabt und am Montag den Vertrag unterzeichnet.

Wagner sagte, mit ihm und Tettamanti habe "keine Konstellation" mehr bestanden, um die BaZ zum Erfolg zu führen. Sie scheiden daher vollständig aus dem Unternehmen aus. Suter sprach im übrigen dem während der Zeit von Wagner und Tettamanti eingesetzten Chefredaktor Markus Somm auch für die Zukunft sein Vertrauen aus. (sda)


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