Die "Abendzeitung", Münchens drittgrösste Tageszeitung, hat beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Seit 2001 habe das Blatt 70 Millionen Euro Verlust gemacht. Die verkaufte Auflage ging in der gleichen Zeit von über 160'000 auf 105'000 zurück.
Allein im letzten Jahr machte die "Abendzeitung" einen Verlust von 10 Millionen Euro, und für 2014 seien die Aussichten nicht besser. Die Verlegerfamilie Friedmann hat sich deshalb zu einem Insolvenzverfahren entschlossen, das helfen soll, einen Investor zu finden. Auch eine "Sanierungsfusion" - nach dem Vorbild der Frankfurter Rundschau, die von der FAZ übernommen wurde - steht im Raum, wie meedia.de berichtet. Die "Abendzeitung" arbeitet bereits mit der "Süddeutschen Zeitung" zusammen.
Das weitere Erscheinen der Zeitung sei vorläufig gesichert, heisst es in der Mitteilung. (lmy)

