20.06.2013

Russland

Nachrichtenagenturen fallen auf gefälschte Regierungserklärung rein

Bahnchef Wladimir Jakunin wurde nicht entlassen.

Russische Nachrichtenagenturen sind auf eine gefälschte Regierungserklärung zur angeblichen Entlassung eines engen Vertrauten von Präsident Wladimir Putin hereingefallen. Die Sicherheitsdienste suchten am Donnerstag fieberhaft nach dem Urheber der falschen E-Mail-Nachricht im Stil einer offiziellen Regierungsmitteilung.

Am Mittwoch hatten die drei grössten Agenturen per Eilmeldung die Entlassung des russischen Bahnchefs Wladimir Jakunin bekanntgegeben. Besonders peinlich war, dass sich Jakunins Vize Alexander Mischarin daraufhin prompt zu "seiner Beförderung" gratulieren liess. "Ja, sie können mir gratulieren", sagte Mischarin der regionalen Nachrichtenseite UralPolit.ru. Am Donnerstag betonte er dagegen, er habe den Anrufern gedankt, die Nachricht der Entlassung seines Vorgesetzten aber nicht kommentiert.

Jakunin selbst sagte Journalisten, er habe gerade beim Essen mit seinem Freund Putin gesessen, als er die Nachricht seiner angeblichen Entlassung hörte. "Schau, was für ein Glück dich ereilt hat", sagte Putin demnach ironisch. Jakunin machte aus seiner Wut über die gefälschte Nachricht keinen Hehl und zeigte sich entschlossen die Täter aufzuspüren. (sda)



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