Das unter der Leitung von Nathalie Wappler stehende Gremium ist vergangenes Wochenende zu seiner ersten Sitzung zusammengekommen. Wie Wappler gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte, sind bereits erste Eingaben von Bürgern eingegangen – mehrheitlich mit Kritik an mangelnder inhaltlicher Ausgewogenheit von ARD, ZDF und Deutschlandradio.
Der Medienrat, der seinen Sitz an der Bauhaus-Universität Weimar hat, soll die drei Sender alle zwei Jahre bewerten – ohne dabei eine Aufsichts- oder Kontrollfunktion zu übernehmen. Als Kriterien nennt Wappler sowohl quantitative Indikatoren wie Nutzung und Reichweite als auch qualitative Aspekte wie Vielfalt und gesellschaftlicher Mehrwert. Reichweite allein könne keine Auftragserfüllung belegen. Von den Sendern erwartet sie vergleichbare Leistungsanalysen. Zur Beitragskommission KEF sieht sie das Gremium nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung. (cbe)

