21.09.2025

CH Media

Neue App mit Kinderkrankheiten

Das Medienhaus hat für seine Zeitungen eine neue App eingeführt. Neben einem grossen Vorteil bringt sie auch einige Nachteile mit sich – zumindest im E-Paper-Bereich.
CH Media: Neue App mit Kinderkrankheiten
Für eine Lektüre ohne Internetverbindung muss die E-Paper-Ausgabe heruntergeladen werden. (Bild: persoenlich.com/spo)

Die Aargauer Zeitung und ihre Schwesterpublikationen aus dem Hause CH Media haben seit Anfang September eine neue App. Diese vereint sowohl die Onlinenews als auch das E-Paper in einer Anwendung. Damit erhalten die Abonnentinnen und Abonnenten einen einfacheren Zugriff auf alle Inhalte.

Einfacher? Nicht unbedingt. Wer die App öffnet, merkt, dass die neueste E-Paper-Ausgabe nicht automatisch aufgeladen wird. Dafür muss der User den E-Paper-Bereich verlassen und dann zurückkommen.

Ausserdem ist das Lesen des E-Papers offline erschwert. Bisher reichte es, die Ausgabe zu öffnen, um diese später ohne Internetverbindung noch durchblättern zu können. Neu muss die Ausgabe auf das Gerät heruntergeladen werden. Dabei erscheint eine Box, die die Leserschaft darauf aufmerksam macht, dass das Dokument nur für den Eigenbedarf bestimmt ist. Das Ganze erfordert ein paar mehr Klicks und Speicherplatz auf dem Gerät.

Verbesserungen geplant

Auch das Layout lässt zu wünschen übrig. Die E-Paper-Seiten werden im Hochformat getrennt dargestellt. Der Abstand zwischen den Seiten ist vor allem dann störend, wenn ein Artikel in der Mitte einer Doppelseite platziert ist und der Titel abgeschnitten ist. Das Problem besteht auf dem Desktop nicht.

Wie die neue App bei den Abonnenten ankommt, ist unklar. Bei der Meldung «in eigener Sache», in der die neue App vorgestellt wird, wurde die Kommentarfunktion nicht aktiviert. Angefragt, schreibt die Medienstelle von CH Media, dass diese aus Kapazitätsgründen nur bei zahlungspflichtigen Artikeln freigeschaltet wird.

Zu den Reaktionen aus der Leserschaft bemerkt sie bloss: «Jede Umstellung erfordert einzelne Anpassungen.» Die App werde kontinuierlich weiterentwickelt und Verbesserungen seien kurzfristig geplant, betont die Medienstelle weiter. So wurde das Problem der automatischen Aktualisierung erkannt. Designanpassungen seien ebenfalls vorgesehen.


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KOMMENTARE

Paul Amstutz
10.10.2025 09:56 Uhr
Die "Erneuerung " der App ist ein katastrophaler Rückschritt, 1. Offline Funktion nicht mehr und 2. Hinweis dass der Leser "leider" zu altes Gerät besitzt. (Zu altes Android Version) So einfach machen es sich die CH Media Verantwortlichen. Ich fühle mich verars..T, wenn ich 3 Jahre altes Tablet nicht mehr benutzen kann. (Wegwerfen? - oder von CH Media ersetzt bekommen? ) App ist einfach eine Fehlgeburt und Schrott. Und jetzt aktuell gar noch das nicht funktionierende login zum Benutzerkonto. Nicht transparent kommuniziert und wann wohl behoben
Max Röthlisberger
22.09.2025 09:24 Uhr
@Bernhard Marty. Das kennen wir inzwischen überall. Für denjenigen, der bezahlt, wir es seit Jahren jedes Jahr schlechter. Das Problem scheint zu sein, das die "Programmierer" nicht Wissen, was der_Kunde_des Auftraggebers benötigt.
Bernhard Marty
21.09.2025 12:08 Uhr
Nicht nur " Kinderkrankheiten" eher eine sehr schwere Seuche. Bisher mit den 2 logischen Apps hat alles so einfach und sehr gut funktioniert. Man kann wirklich mit bösen Willen alles und jedes verschlimmbessern und dann von Fortschtitt reden. Hier waren anscheinend Zeitungs-Totengräber als App-Entwickler am Werk.. Wenn jetzt genügend Leser total genug haben und ihr Abo kündigen wird es diesen Mist bald nicht mehr geben.
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