03.10.2021

SRF

Neue Kommentarregeln wegen Hass im Netz

Auf srf.ch und in der SRF-News-App können ab Dienstag nur noch ausgewählte Artikel kommentiert werden. Durch diese Fokussierung soll die Anzahl der Kommentare verringert und die Debatte verbessert werden.
SRF: Neue Kommentarregeln wegen Hass im Netz
SRF will weiterhin eine Vielfalt an Meinungen zulassen und dadurch auf den eigenen Plattformen einen konstruktiven Dialog fördern. (Bild: persoenlich.com/cbe)
von Christian Beck

Der Ton auf vielen Online-Plattformen wird rauer, der Hass im Netz wächst, die Anzahl der Kommentare nimmt rasant zu. Dies beobachtet auch Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) auf den eigenen Plattformen, insbesondere bei den News-Inhalten. «SRF ist stets darum bemüht, auf den eigenen Plattformen die Rahmenbedingungen für einen konstruktiven, respektvollen und offenen Dialog auf Augenhöhe zu schaffen, der ohne Beleidigungen, Hass, Diskriminierung und Verbreitung von Falschinformationen auskommt», sagt Silja Kornacher, Leiterin Kanäle Digital SRF News, auf Anfrage von persoenlich.com.

Die faire Debatte wird jedoch zunehmend zur Herausforderung. Deshalb wird ab dem 5. Oktober das Kommentarsystem so angepasst, dass künftig auf srf.ch und in der SRF-News-App neu nur noch ausgewählte Artikel kommentiert werden können. Alle kommentierbaren Artikel werden vorgängig von der SRF-News-Redaktion sowie vom Team des Community-Desks ausgewählt und neu in einer sogenannten «Collection» gebündelt. «Durch diese Fokussierung soll die Anzahl der Kommentare verringert werden, die manuell auf die Einhaltung der SRF-Netiquette geprüft werden muss. Gleichzeitig kann mit den freiwerdenden Ressourcen einerseits eine engere Begleitung sowie Moderation der Kommentarspalten sichergestellt und andererseits ein aktiver Austausch mit der Community gefördert werden», so Kornacher weiter.

Auch schon bisher konnten nicht alle Artikel kommentiert werden, so zum Beispiel Meldungen über Unfälle, Katastrophen, Todesfälle, Terrorismus und sexuelle Übergriffe. Geschlossen bleibt die Kommentarfunktion auch bei Meldungen, die auf das Privatleben einer Person abzielen – dies, um die Privatsphäre von Personen zu schützen. Kornacher versichert: «Heikle Themen werden wie bisher nicht gescheut, es geht aber vielmehr darum, die daraus resultierenden Diskussionen in Zukunft noch besser und gezielter zu begleiten.» Dies geschehe immer mit dem Ziel vor Augen, die Qualität der Diskussionen zu steigern.



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