04.06.2012

femininleben.ch

Neues Online-Magazin für Frauen

Andy Waldis, Geschäftsleiter Carpe Media, im Interview.

Carpe Media lanciert mit femininleben.ch nach familienleben.ch und nachhaltigleben.ch die dritte Online-Plattform. Der offizielle Start ist Mittwoch, 6. Juni. Das Online-Magazin soll Mode, Lifestyle, Beauty, Work-Life und Gender-Themen thematisieren. Kurz: Alles was die moderne Frau interessiere, wie Andy Waldis, Geschäftsführer von Carpe Media, schreibt. Persoenlich.com hat sich mit Andy Waldis unterhalten und nachgefragt, was es mit seinem neusten Wurf auf sich hat.

Stehen hinter femininleben.ch: Andy Waldis und Johannes Hummel.

Herr Waldis, wieso machen Sie ein Online-Magazin für Frauen?

Wir glauben, dass die modernen Schweizer Frauen im Online-Bereich noch vernachlässigt werden. Entweder müssen sie sich mit digitalem Abklatsch von Printausgaben begnügen, oder mit deutschen Plattformen, die einfach ein .ch an ihre Domain hängen. Eine Plattform mit schweizbezogenen Inhalten, die originär fürs Netz kreiert werden und einen hohen Serviceanteil mit ansprechendem Dialog verbindet, fehlt bis heute.

Was hat es mit dem Titel "femininleben" auf sich?

Diesen Titel haben wir sehr bewusst gewählt und er ist nach vielen Diskussionen entstanden. Die Frage, die unsere Redaktion jeden Tag begleitet ist "was bedeutet es eigentlich, Frau zu sein?" Frauen (und Männer) leben heute oft parallel in verschiedenen Lebenswelten und Rollen. Wir wollen für sie eine Plattform sein, ihnen dabei Orientierung bieten und darüber die Unterhaltung nicht vergessen. Schliesslich wollten wir auch das "...leben" im Branding unserer Plattformen weiterführen - wie bei familienleben.ch und nachhaltigleben.ch.

Ihre Zielgruppe sind 20- bis 50-jährige Frauen. Das ist ein weites Feld. Haben Frauen in dieser Alters-Spanne tatsächlich dieselben Interessen?

Das tatsächliche Alter sagt immer weniger über die Lebensumstände aus. Unser Redaktionsteam besteht selbst aus Frauen von 19 bis 49 Jahren. Dadurch erfahren wir täglich, dass viele Themen immer weniger an ein bestimmtes Alter gekoppelt sind. Richtig ist aber auch: Wir sind kein Teenie-Magazin! Wir sprechen Frauen an, die mit beiden Beinen im Leben stehen. Das trifft auf 50-Jährige genauso zu wie auf 20-Jährige!

Sie schreiben, "femininleben ist online und denkt online". Was bedeutet das konkret?

Wir kennen keine Kannibalisierungsängste. Unsere Inhalte müssen nicht zuerst durch einen Newsroom, um dann erst für den Onlinekanal freigegeben zu werden, wenn kein Print sie interessiert. Das Wichtigste ist aber unser erprobter und erfolgreicher Dreiklang aus 1. redaktionellen Inhalten, 2. nützlichen Services und 3. einer hohen Dialogquote mit unseren Nutzerinnen. Sei es auf der Plattform selber wie auch über unsere Social-Media-Aktivitäten.

Was ist Ihr Businessmodell? Wie finanziert sich femininleben.ch?

Femininleben finanziert sich durch Werbung und Sponsoring. Darüber hinaus gibt es jedoch noch eine Vielzahl anderer möglicher Einnahmequellen wie E-Commerce und Affiliate Marketing.

Wie gross ist Ihre Redaktion?

Gegenwärtig arbeiten acht Personen in verschiedenem Umfang mit. Zudem suchen wir zurzeit noch eine Volontärin - falls Sie grad jemanden kennen...

Was wird genau die redaktionelle Eigenleistung auf femininleben.ch sein?

Alles! Jeder Artikel ist originär geschrieben. Wir sind überzeugt von Qualitätsjournalismus. Dies ist der Kern unseres Erfolgs. Es ist zwar sehr aufwändig für einen Kleinverlag wie uns, aber auch die beste und nachhaltigste Investition. Zudem wird uns mit jedem Google-Update bewusster, wie wichtig diese "Uniqueness" für unsere Special-Interest-Plattformen ist.

Wie machen Sie potenzielle Leserinnen auf den Start des Online-Magazins aufmerksam?

Wir nutzen sämtliche Möglichkeiten der digitalen Welt. Als unabhängiger Kleinverlag haben wir hier aber beschränkte Ressourcen für Werbung. Also bitte: Helft uns! Werdet Fan! Gleichzeitig haben wir aber die Erfahrung gemacht, dass gute Inhalte stets ihre Nutzer finden. Familienleben.ch war nach 10 Monaten Reichweiten-Marktführer, ohne dass wir je nennenswert dafür Werbung machen konnten.

Sind auch irgendwelche Print-Massnahmen geplant?

Nein. Die moderne Frau lebt digital.

Interview: Benedict Neff


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