04.03.2025

WNTI

Neues Onlinestadtmagazin steht in den Startlöchern

Am Dienstag ist die Crowdfunding-Kampagne für das neue digitale Stadtmagazin WNTI gestartet. Innerhalb von drei Wochen wollen die Initiantinnen und Initianten mindestens 100'000 Franken sammeln.
WNTI: Neues Onlinestadtmagazin steht in den Startlöchern
Das WNTI-Team (von links): Silvan Gisler, Nick Eichmann, Elio Donauer, Gioia Jöhri, Tizian Schöni, Sebastian Galli, Melanie Widmer, Karin Landolt und Simon Jacoby. (Bild: zVg/Wnti)

Winterthur soll eine neue Stimme im Lokaljournalismus erhalten. Läuft alles nach Plan und kommt die Finanzierung zustande, soll das Medienprojekt in wenigen Wochen mit einem täglichen Newsletter, dem Wintibrief starten, teilten die Initiantinnen und Initianten am Dienstag mit.

«Der Winterthurer Lokaljournalismus liegt brach»

Am Dienstagabend fand im Winterthurer Salzhaus die Kick-off-Veranstaltung statt. Rund 100 Personen folgten dem Aufruf, darunter auch lokale Prominenz wie der frühere TV-Moderator Beni Thurnheer. Gemäss einer Medienmitteilung sagte der langjährige Fernsehmitarbeiter: «Der Winterthurer Lokaljournalismus liegt brach.» Diese Entwicklung gefährde nicht nur die Informationsvielfalt, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl der Stadt. «Ich finde es wichtig, dass sich Leute für den Lokaljournalismus einsetzen. Deshalb war für mich schnell klar, dass ich das neue Medium unterstütze.» 

Der gut besuchte Kick-Off-Anlass zu einem neuen Winterthurer Lokalmedium am Dienstagabend im Salzhaus. (Bild: zVg/Wnti/Tobias Garcia)

Das Projekt unterstützen auch andere bekannte Personen aus Winterthur, so etwa die Satirikerin Lara Stoll, Fussballerin Sarah Akanji, Pianist und Dirigent Christian Erni, die ehemalige Landbote-Chefredakteurin Colette Gradwohl, Journalist Beat Glogger, Unternehmerin Judith Maag, Bea Linder von der Jungen Altstadt, Winzer Stefan Herter, Kaffeeröster Hans Küng.

«Hier braucht es Neues»

Auslöser für WNTI war die jüngste Sparrunde des Verlagshauses Tamedia, die auch den Landboten traf. Winterthur drohe zur Newswüste zu werden, fanden die Initiantinnen und Initianten. «Hier braucht es Neues», wird Tizian Schöni, künftiger Redaktionsleiter, zitiert. Er arbeitete bisher bei der Andelfinger Zeitung.

Am neuen Projekt beteiligt sind der Verein «Winterthurer Medienvielfalt» und das Zürcher Stadtmagazin Tsüri.

Ein Abonnement für WNTI sei nicht nötig, heisst es in der Mitteilung. Das neue Medium finanziere sich neben dem Crowdfunding durch freiwillige Mitgliedschaften, Werbeeinnahmen und Unterstützungsbeiträge. Journalismus müsse für alle zugänglich sein, wird Verlagsleiterin Melanie Widmer zitiert.

200 Stellenprozente finanzieren

Innerhalb von drei Wochen wollen die Initiantinnen und Initianten mindestens 100'000 Franken sammeln. Dieser Betrag sei nötig, um mit den anderen Finanzierungsquellen eine Redaktion mit 200 Stellenprozenten aufzubauen, die den Wintibrief produziert. Kurz nach dem Start des Crowdfunding am Dienstagabend waren schon die ersten 10'000 Franken zusammengekommen. 

Mit 125'000 Franken will die Redaktion zusätzlich ein «politisches Update» aus den Sitzungen des Winterthurer Stadtparlaments liefern. Mit 150'000 Franken finanziert sie «weitere, grosse Hintergrundgeschichten».

Sollte sie es schaffen, das Finanzierungsziel von 175'000 Franken zu erreichen, verspricht WNTI ein zusätzliches Format, über das die Community entscheiden darf. (sda/pd/nil)


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