Die schlechte Wirtschaftslage hat der Medien- und Werbegruppe PubliGroupe im letzten Jahr zugesetzt. Das Unternehmen musste einen Konzernverlust von 185 Mio. Franken hinnehmen, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 139.6 Mio. Franken erzielt worden war. Um zu sparen, wurden über 270 Stellen gestrichen. Ausserordentliche Schwierigkeiten hätten bei den Online-Aktivitäten einen Verlust von 84 Mio. Franken verursacht, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einem Communiqué mit. Ausserdem werde die Investition in die amerikanische Werbeagenturen-Gruppe Panoramic Communications von 105 Mio. Franken vollständig abgeschrieben.
Die in der Bilanz aufgeführten eigenen Aktien würden das Konzernergebnis zudem mit einer Wertminderung von 23 Mio. Franken belasten, hiess es weiter. Positiv seien die Geschäfte bei Directories, PubliPresse, Publicitas und PubliDirect verlaufen, sagte Jean-Denis Briod, Leiter des Konzernstabs, auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFX. Genaue Zahlen wollte Briod nicht nennen. Das Unternehmen ist im letzten Jahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht, als dies erwartet worden war. Analysten hatten mit einem Verlust zwischen 40 Mio. und 100 Mio. Franken gerechnet.
274 Mitarbeiter bei Panoramic abgebaut
Auch beim Umsatz musste PubliGroupe einen Rückschlag hinnehmen. Das Unternehmen setzte mit 2.614 Mrd. Franken 4 Prozent weniger um als im Vorjahr. Ohne Akquisitionen wäre es gar ein Minus 9 Prozent gewesen, hiess es. Mit Ausnahme von PubliDirect hätten sich alle Divisionen rückläufig entwickelt. Besonders bei der übernommenen Panoramic habe sich die Lage im letzten Jahr "rapide verschlechtert", hiess es. Der Umsatz sei um 25 Prozent auf 121 Mio. Franken geschmolzen. Dabei sei ein Verlust von 30 Mio. Franken angefallen.
"Einzelne Gruppengesellschaften verzeichneten Umsatzrückgänge, die eine Finanzierung ihrer Strukturen und der zentralen Dienste nicht mehr erlaubten", schreibt PubliGroupe. Um zu sparen, stellte der Konzern bei Panoramic 274 von den 704 Mitarbeitern auf die Strasse. Man wolle sich auf die rentablen Gesellschaften konzentrieren und deren Wert erhalten, hiess es.
Rückkehr in Gewinnzone

