29.08.2002

comedia

Offener Brief zur DRS 3-Reform

Mehr als "Musikberieselung innerhalb des quotenfreundlichen Mainstreams" erwartet.

Die Mediengewerkschaft comedia hat am Donnerstagabend in einem offenen Brief an Walter Rüegg, Direktor Radio DRS, und Andreas Schefer, Programmleiter DRS 3, gegen den geplanten Umbau von DRS 3 protestiert. Der Abbau beliebter Musiksendungen und Specials werde das bisherige Format des Senders "nachhaltig verändern und massiv beeinträchtigen".

"Was nicht nur Hörerinnen und Hörer, sondern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihres Hauses an besonderen Qualitätsstandards bislang schätzten, wird durch eine fragwürdige Programmreform mehr als nur in Frage gestellt. Die zahlreichen Abgänge von hochkompetenten und profilierten MitarbeiterInnen sind kennzeichnend für die verbreitete Verunsicherung in Ihrem Sender und die Tragweite der bevorstehenden Umbau-Massnahmen."

Von einem Service Public Sender wie DRS 3 erwarte comedia weit mehr als Musikberieselung innerhalb des quotenfreundlichen Mainstreams, wie es weiter heisst. "Gebührenfinanziertes Radio hat auch Leistungen zu erbringen, welche nicht notwendigerweise über den Markt finanziert werden müssen. Denn sowohl die Reduktion des Wortanteils in sogenannten Normalsendungen auf 20 Prozent wie auch die massive Kürzung thematischer Hintergrundsendungen (z. B. Input) widerspricht den Grundsätzen des Service Public."


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