23.03.2020

Coronavirus

ORF-Journalisten ziehen in isolierte Areale

Rund 180 Mitarbeitende des österreichischen Rundfunks werden in den Isolationsbereichen übernachten und auch dort verpflegt. Um den Grundauftrag aufrecht zu halten, könnte auch SRF weitere Massnahmen als bisher ergreifen, heisst es auf Anfrage.
Coronavirus: ORF-Journalisten ziehen in isolierte Areale
Beim ORF gelten bereits jetzt strikte Regeln: Vor dem Betreten des Gebäudes wird den Mitarbeitenden die Temperatur gemessen. (Bild: Videostill ORF/«Aktuell in Österreich»)

Um in der Coronavirus-Krise weiter Nachrichten für den österreichischen ORF produzieren zu können, ziehen zahlreiche Mitarbeiter des Rundfunks in isolierte Areale an den Senderstandorten ein. Das teilte der ORF am Montag in Wien mit.

Demnach werden unter anderem die Ausgaben der «Zeit im Bild» ab Dienstag aus einem isolierten Studiobereich gesendet. Die betroffenen Mitarbeiter werden sich rund um die Uhr in den Isolationsbereichen aufhalten, also auch dort übernachten und verpflegt werden. Zuvor werden sie medizinisch untersucht.

Insgesamt sollen laut ORF rund 180 Mitarbeiter in der Zentrale in Wien sowie in den Landesstudios in Isolationsbereiche einziehen. Die ersten 15 Leute seien bereits am Samstag bis auf Weiteres freiwillig in einen isolierten Bereich in der ORF-Zentrale gezogen, um die technischen Kernbereiche abzusichern.

«Unter allen Umständen mit Information versorgen»

Einen Einblick in die strikten Sicherheitsvorkehrungen des ORF bietet die Sendung «Aktuell in Österreich». Im Beitrag wird gezeigt, dass sich die Mitarbeitenden bereits seit einigen Tagen vor dem Betreten des Gebäudes die Temperatur messen lassen müssen.

«Der ORF hat gerade jetzt den Auftrag, die Österreicherinnen und Österreicher unter allen Umständen mit umfassender Information zu versorgen», sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz der österreichischen Nachrichtenagentur APA. «Wir werden alles Mögliche tun, um den Sendebetrieb in Radio, Fernsehen und Online national und regional bestmöglich abzusichern.» 

Weitere Massnahmen bei SRF möglich

Wäre so etwas auch bei SRF möglich? «Um den Grundauftrag von SRF in jedem Fall aufrecht zu halten und zum Schutz der Redaktionen könne je nach Verlauf der Pandemie weitere Massnahmen ergriffen werden», sagt SRF-Sprecherin Andrea Wenger auf Anfrage von persoenlich.com.

Bisher sind bei SRF verschiedene Massnahmen eingeleitet worden, um die Gefahr von allfälligen Ansteckungen innerhalb von Redaktionen zu vermeiden. So würden laut Wenger beispielsweise Redaktionen in zwei Gruppen getrennt, die sich nicht persönlich begegnen. Davon arbeite eine Gruppe jeweils im Homeoffice, eine vor Ort. Auch würden Social Distancing und die Hygienemassnahmen konsequent eingehalten. (sda/dpa/eh/wid)



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