10.01.2016

Todesfall

Oscar Fritschi ist gestorben

Er war früher FDP-Nationalrat und Chefredaktor des "Zürcher Oberländers".

Der vormalige Chefredaktor des "Zürcher Oberländers", Oscar Fritschi, ist am Freitag nach kurzem Spitalaufenthalt in Wetzikon verstorben. Dies melden die Zürcher Oberland Medien auf ihrer Internetseite. Fritschi führte die Redaktion von 1972 bis 2004, seit 1996 auch jene des "Anzeigers von Uster". Danach wirkte er bis 2009 im Verwaltungsrat der Zürcher Oberland Medien AG. Fritschi war im Zürcher Oberland eine publizistische Institution. 

Neben seiner Arbeit im Journalismus engagierte sich der ledig gebliebene Fritschi stark in der Politik. Von 1986 bis 1992 war er Präsident der FDP des Kantons Zürich, zudem von 1991 bis 1992 Mitglied des Zürcher Kantonsrats. Am 25. November 1991 wurde er in den Nationalrat gewählt und hatte dort Einsitz in der Sicherheitspolitischen-, der Staatspolitischen- und der Redaktionskommission. Bei den Parlamentswahlen 1999 trat er nicht mehr an. Fritschi galt als pointierter Vertreter des Zürcher Freisinns. 

Der am 25. Februar 1939 in Winterthur geborene Fritschi hatte an der Universität Zürich Geschichte und Publizistik studiert und dort den Doktortitel erworben. In den 1970er und 1980er Jahren war er zudem als internationaler Handball-Schiedsrichter im Einsatz. Nach seiner Pensionierung war er auch Präsident der Stiftung für Archäologie und Kulturgeschichte im Kanton Zürich. (zol/ma)

 


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