31.07.2025

Medien-Trendmonitor

Pressemitteilungen bleiben wichtigste Recherchequelle

Medienschaffende setzen weiterhin stark auf klassische Quellen: Pressemeldungen führen das Ranking an, gefolgt von persönlichen Gesprächen. KI-Chatbots nutzen erst eine Minderheit der Befragten.

Pressemitteilungen sind für Journalisten die wichtigste Recherchequelle. Das zeigt der Medien-Trendmonitor 2025 der News Aktuell. Die Firma hat dazu über 1000 Journalisten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich befragt.

38 Prozent nutzen Tools wie ChatGPT oder Perplexity

Mit 85 Prozent führen Medienmitteilungen das Ranking der genutzten Recherchequellen an. Knapp dahinter folgen persönliche Gespräche mit 84 Prozent. Suchmaschinen nutzen 80 Prozent der Befragten als Recherche-Einstieg. Medienkonferenzen und Veranstaltungen sind für 71 Prozent wichtig. Künstliche Intelligenz wird hingegen zurückhaltend genutzt: 38 Prozent greifen auf Tools wie ChatGPT oder Perplexity zurück.

Die Häufigkeit der Nutzung unterstreicht die Bedeutung von Pressemitteilungen: 43 Prozent der Journalisten verwenden sie täglich, 27 Prozent mehrmals wöchentlich. Weitere 18 Prozent greifen mehrmals monatlich darauf zurück. Nur zwei Prozent nutzen sie nie.

Fact Sheets stossen auf grosses Interesse

Bei den Begleitmaterialien stehen Hintergrundinformationen und Fact Sheets an erster Stelle: 75 Prozent bewerten sie als besonders wichtig. Bilder wünschen sich 67 Prozent der Befragten. Studien und Whitepaper sind für 46 Prozent relevant, Infografiken für 44 Prozent.

Die tatsächliche Verwendung spiegelt diese Präferenzen wider: 48 Prozent der Medienprofis nutzen täglich oder mehrmals wöchentlich Bilder von Unternehmen und PR-Agenturen. Hintergrundinformationen fliessen bei 44 Prozent der Befragten ebenso häufig in die Berichterstattung ein.

Bewegtbild und Töne sind nicht so wichtig

Video- und Audiomaterial spielen eine untergeordnete Rolle. Nur 17 Prozent finden es wichtig, dass Medienmitteilungen Bewegtbild oder O-Töne enthalten. Allerdings gibt es medienspezifische Unterschiede: Unter den Radio-Journalisten finden 45 Prozent Audio durchaus wichtig, bei Social-Media-Berichterstattern halten 29 Prozent Video-Material für relevant.

Bei der Bereitstellung bevorzugen 76 Prozent der Journalisten einen direkten Download-Link in der Medienmitteilung. 62 Prozent wünschen sich den Versand als E-Mail-Anhang. Die Bereitstellung über Unternehmenswebsites nennen 38 Prozent, über Presseportale 23 Prozent. (pd/nil)


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