Zu rabiaten Mitteln hat im US-Kongresswahlkampf ein republikanischer Senatskandidat in Alaska gegriffen. Nach Medienberichten vom Dienstag liess Joe Miller einen Reporter, der ihm unangenehme Fragen stellte, von einer privaten Sicherheitskraft mit Handschellen fesseln. Miller gehört zu den Kandidaten der erzkonservativen "Tea Party"-Bewegung und vertritt besonders radikale Positionen. Er gab an, der Journalist habe am Rande einer Veranstaltung in Anchorage bedrohliche Gesten in seine Richtung gemacht und andere Personen angegriffen.
Der als liberal geltende Reporter des "Alaska Dispatch" beschrieb die Vorgänge jedoch ganz anders. Demnach verärgerte er Miller mit hartnäckigen Fragen nach einer früheren Disziplinarstrafe. Von Miller-Anhängern und Sicherheitskräften eingekesselt, habe er sich selbst bedroht gefühlt und einen Mann zur Seite gestossen. Dann habe ihm Miller Handfesseln anlegen lassen. Der Reporter wurde später von herbeigerufenen Polizisten befreit. (sda)

