Im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens über ein Jugendradio für Zürich hat sich eine Gruppierung verschiedener Personen zu den bestehenden Zürcher Radio Programmen geäussert. Die Initianten für "Ein Kulturradio für Zürich" vertreten die Ansicht, dass "ein neues Qualitätsradio Not" tut ("persoenlich.com" berichtete). Am Donnerstag hat Radio 24 dazu Stellung genommen. "persoenlich.com" bringt diese sogenannten "Anmerkungen" im Original-Wortlaut:
"Grundsätzlich teilen wir die Ansicht dieser Gruppierung, dass es bei der Diskussion um mehr geht, als um die reine Frage des Musikgeschmacks. Leider bezeichnet die Gruppierung die Programme der bestehenden Privatradios als musikalischen und inhaltlichen Einheitsbrei.
Wir möchten zu diesen Aussagen folgende Anmerkungen anbringen, die das Programm von Radio 24 betreffen:
Radio 24 betreibt heute die grösste Informationsredaktion aller Privatradios. Mit den Programmänderungen der letzten Monate wurde das Informationsangebot bei Radio 24 nicht abgebaut, sondern stark ausgebaut. Zusätzliche Informationssendungen wurden ins Programm aufgenommen. Gleichzeitig hat Radio 24 das Informationskonzept noch stärker auf News, Hintergründe und Services aus Zürich für den Grossraum Zürich ausgerichtet. In allen Info 24-Sendungen (einstündige Informationsprogramme um 7 Uhr, 12 Uhr, 17 Uhr und 23 Uhr) werden beispielsweise bis zu vier Hintergrundbeiträge ausgestrahlt, die fast ausschliesslich Recherchen über aktuelle Ereignisse aus dem Grossraum Zürich beinhalten. Dabei legt Radio 24 Wert darauf, dass die Inforedaktion regelmässig Exklusivinformationen recherchiert. Auch darunter verstehen wir Qualität, wie übrigens auch mehrere hunderttausend Hörerinnen und Hörer, welche regelmässig Radio 24 konsumieren.
Nicht zuletzt die neusten Halbjahres-Radiocontrolzahlen bestätigen Radio 24 in seiner Strategie. Alle Informationsprogramme (7h-8h, 12h-13h und 17h-18h) verzeichnen beispielsweise die höchsten Stundenreichweiten des Tages. Im Grossraum Zürich liegt Radio 24 in diesen "Informationsstunden" bei der wichtigsten Bevölkerungsgruppe 15-49 sogar vor oder gleichauf mit DRS1. Diese Werte erreicht kein anderer Privatsender im Grossraum Zürich.
Mit Recht stellt sich die Frage, ob die Bedürfnisse der Radiokonsumenten, welche über eine hohe Affinität zum Themenkreis der Kultur verfügen, nicht bereits abgedeckt sind, beispielsweise durch die Programmaktivitäten von Radio LoRa. Ein Sender, der konzessioniert wurde, um die kulturelle Vielfalt in Zürich darzustellen und zu befriedigen. Sollten diese Aktivitäten den Kulturschaffenden nicht entsprechen, müssten die Verantwortlichen dieses Senders ihre Inhalte unbedingt überprüfen.
Soll das bestehende Radiopublikum zu Gunsten Quantität auf Qualität verzichten müssen?"

