08.06.2020

NZZ-Gruppe

Rainer Stadler verlässt die NZZ

Ein gewichtiger Abgang: Nach 31 Jahren wagt der renommierte NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler einen Neustart. Er gehe auf eigenen Wunsch, sagt der 61-Jährige.
NZZ-Gruppe: Rainer Stadler verlässt die NZZ
Trat immer wieder als Medienexperte auf Podien auf: Rainer Stadler 2015 am Schweizer Medienkongress in Interlaken. (Bild: Keystone/Dominic Steinmann)

Der langjährige Medienredaktor Rainer Stadler hört auf bei der NZZ. «Ich verlasse die NZZ Ende September 2020 auf eigenen Wunsch», erklärt Stadler gegenüber persoenlich.com. Details über die Gründe nennt Stadler nicht. Lediglich: «Ich arbeite seit 31 Jahren bei der NZZ. Ich habe damit genau die Hälfte meines Lebens bei der Zeitung verbracht», so der 61-Jährige. Auch zu seinen Zukunftsplänen gibt sich Stadler bedeckt. Er freue sich «auf neue Projekte». 

Stadler – vielen auch bekannt unter dem Kürzel ras – arbeitet seit 1989 bei der Neuen Zürcher Zeitung. Er schrieb lange Jahre über Medienpolitik, Medienberichterstattung und medienethische Fragen, hauptsächlich im Ressort Inland und für die Beilage «Medien». Ende Oktober 2018 wurde Stadler die Verantwortung für die Medienseite der NZZ entzogen und an Feuilleton-Chef René Scheu übergeben (persoenlich.com berichtete). Stadler schreibt seither als «Autor» weiter über seine Kernthemen. 

Rainer Stadler hat in seiner langen Journalisten-Karriere mehrere Preise gewonnen, darunter 2008 den Zürcher Journalistenpreis für sein Gesamtwerk und 2011 den Radio- und Fernsehpreis der Ostschweiz.


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KOMMENTARE

Piero Schäfer
15.06.2020 13:38 Uhr
Die wirklich Guten wie Du stehen über miesen Machenschaften! Alles Gute
Sebastian Renold
13.06.2020 11:15 Uhr
Die Guten gehen. Der Germanist und der Drogist bleiben. Adieu NZZ!
Claude Bürki
12.06.2020 14:45 Uhr
Hallo Herr Stadler, freue mich, Sie an der nächsten 3-Königs-Tagung wieder zu sehen! Alles Gute! CB
Fibo Deutsch
10.06.2020 12:17 Uhr
Da hat doch Claude Chatelain eine hervorragende Idee: ras als neuer Medien-Kolumnist in der NZZaS. Wir freuen uns drauf...
Claude Chatelain
09.06.2020 16:53 Uhr
Schön wärs, Stadler übernähme die Medienkolumne in der NZZaS.
Joachim Trebbe
09.06.2020 12:08 Uhr
Alles Gute, Herr Stadler! Danke für die vielen kenntnisreichen Beiträge.
Martin Fritsche
09.06.2020 11:26 Uhr
Jetzt müsste man schreiben «ex medias ras». Mit Deinem Abgang wird die NZZ wieder um etwas ärmer. Aber ich hoffe, Dich bald woanders wieder lesen zu dürfen. Ruhe geben ist ja nicht so Deine Art. Gutes Gelingen!
Ursula Gut
09.06.2020 10:35 Uhr
Lieber Herr Stadler, Sie werden fehlen! Viel Glück! Ursula Gut
Peter Sennhauser
09.06.2020 09:13 Uhr
Lieber Rainer, ich verstehe Dich und hoffe, Dich weiterhin irgendwo lesen zu können. Alles Gute!
Lahor Jakrlin
09.06.2020 08:47 Uhr
Die Linke und die Vertreter/innen der Pflichtmeinung werden @sarsarsar in der NZZ vermissen. Das zeigen auch die Kommentare.
Rodolfo Keller
08.06.2020 23:06 Uhr
... und noch eine Antwort an Veit Dengler: bei den NZZ-Häuptlingen wird er wohl nicht vermisst werden, ABER BEI DEN LESERN!
Rodolfo Keller
08.06.2020 23:02 Uhr
Die Selbstzerstörung der NZZ schreitet munter voran.
Mark Eisenegger
08.06.2020 22:04 Uhr
Einer der profiliertesten Medienjournalisten der Schweiz tritt ab. Ich hoffe sehr, seine kritische Stimme bleibt uns erhalten!
Veit Dengler
08.06.2020 19:07 Uhr
Alles Gute, lieber Rainer! Du wirst vermisst werden bei der NZZ. Veit
Ueli Custer
08.06.2020 17:47 Uhr
Jetzt tritt der letzte Medienspezialist in der Publikumspresse ab. Das hat sich die NZZ selber zuzuschreiben. Wer einem derart gut informierten, kenntnisreichen Medienspezialisten zuerst die Verantwortung für die Medienseite entzieht, muss sich nicht wundern, wenn der so bald wie möglich ganz wegzieht. Wie die NZZ mit ihren besten Mitarbeitern umgeht, ist einfach ein Trauerspiel. Und ich werde den Verdacht nicht los, dass die Rennleitung nicht akzeptieren wollte, dass sich Stadler in Medienfragen nicht in eine Verlagsstrategie einbinden liess, er aber die internen Diskussionen dazu wohl schlicht satt hatte. Nicht nur der Staat kann die Presse zensieren.
Moreno Cavaliere
08.06.2020 17:39 Uhr
Lieber Rainer Stadler, alles Gute für die Zukunft und die neuen Projekte. Bleiben Sie aber bitte der Branche erhalten. Alles andere wäre sehr schade. Saluti Moreno Cavaliere
Adrian Knoepfli
08.06.2020 17:05 Uhr
Sehr schade! Wieder ein Argument weniger, die NZZ noch zu abonnieren.
Tek Berhe
08.06.2020 16:56 Uhr
Das ist ein grosser Verlust für die NZZ. Ein kritischer und fairer Beobachter geht verloren! Schade!
Mark Balsiger
08.06.2020 16:55 Uhr
Dieser Abgang kommt nicht (mehr) überraschend, nachdem Rainer Stadler ja 2018 degradiert wurde. Bis heute fehlt mir das Verständnis dafür. ras ist seit 30 Jahren ein ausgezeichneter Beobachter und Chronist der Medien(-szene), und der Rennleitung der «Züri Zytig» hätte eigentlich bewusst sein müssen, wie respektlos dieser Move ist. Sie hat eine wichtige Figur, ein Pfeiler in der Redaktion, zermürbt.
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