22.01.2014

Deutschland

Reichweite von Zeitschriften stabilisiert sich

Frauenzeitschriften, "Focus" und "Stern" gewinnen Leser, während der "Spiegel" verliert.

Die Zeitschriften in Deutschland haben ihren Leserschwund vorläufig gestoppt. Die Blätter erreichen nach einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung 64,35 Millionen Menschen ab 14 Jahren. Das sind 91,5 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung. Bei der vorangegangenen Media-Analyse vom Juli vergangenen Jahres waren es mit 91,4 Prozent praktisch genauso viele. Davor hatten die Zeitschriften zweimal in Folge an Reichweite verloren. Auch unter den 14- bis 19-Jährigen lesen neun von zehn noch Zeitschriften.

Die Publikumszeitschriften der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AGMA) lässt zweimal im Jahr die Lesegewohnheiten der Deutschen ermitteln. Dafür werden regelmässig rund 40'000 Menschen im Alter ab 14 Jahren nach ihrer Zeitschriftennutzung gefragt.

Die wöchentlichen Frauenzeitschriften gewinnen viele Leserinnen hinzu. Moderat legen derweil die TV-Programmzeitschriften zu - genauso wie die aktuellen Magazine. Der "Stern" steigert seine Reichweite um 160'000 auf 7,07 Millionen Leser. Auch "Focus" verzeichnet einen Zuwachs von 100'000 und erreicht neu 4,38 Millionen Leser. Zu den Verlierern zählt hingegen der "Spiegel", der 130'000 Leser verliert und auf 5,87 Millionen Leser kommt. Einsam an der Spitze bei der Reichweite liegt weiter die "ADAC Motorwelt". Die Mitgliederzeitschrift des in die Kritik geratenen Automobilclubs kommt auf 15,74 Millionen Leser. (sda/dpa)


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