Vor zwei Wochen wurde bekannt gegeben, dass Rolf Bollmann per 1. August neuer Verlaggeschäftsführer bei der Funke Mediengruppe in Nordrhein-Westfalen werden soll (persoenlich.com berichtete). Doch nun habe der noch amtierende CEO der Basler Zeitung Medien aus "persönlichen Gründen" den Verwaltungsrat von Funke um die Auflösung seines Vertrages gebeten, wie Newsroom.de berichtet. Der Medienhaus hat diese Meldung bestätigt.
"Wir bedauern das sehr", schreiben die beiden Geschäftsführer von Funke, Manfred Braun und Thomas Ziegler, laut Meedia.de in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. Ein Nachfolger soll schon bald vorgestellt werden. "Wir haben bereits konkrete Vorstellungen, wie es weitergeht, und werden sie darüber sehr bald informieren", heisst es weiter.
Offenbar war die Belegschaft bei Funke - unter anderem wegen Bollmanns Nähe zu Christoph Blocher - von Anfang an misstrauisch. Auch ein "Persönlich"-Interview vom Dezember 2012 soll für schlechte Stimmung gesorgt haben, vor allem seine Aussagen über Journalisten wie folgende: "Wenn die Leser wüssten, welche zum Teil widerliche Figuren im Journalismus rumturnen und was für Taugenichtse solche Artikel schreiben, dann kämen bei ihnen einige Fragezeichen auf. Und sie würden sich mehr Gedanken machen, ob sie diesen Mist glauben sollen."
Der "Süddeutschen Zeitung" liegen offenbar Informationen vor, dass "die Gesellschafter in Essen seine Kündigung vor Dienstantritt" beschlossen hätten. Ausserdem wird vermutet, dass man im Konzern Angst hatte, dass unter Bollmann das bis anhin eher sozialdemokratisch eingestellte Funke-Flaggschiff "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" zu einem "Sprachrohr der Rechtspopulisten" werde. (lmy)
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