25.02.2020

Presseförderung

Romandie soll gemeinsam vorgehen

Die französischsprachigen Kantone sollen sich nach Ansicht eines Genfer Stadtrats bei der Presseförderung besser koordinieren. Ihm schwebt ein Modell nach der Westschweizer Kinostiftung vor.
Presseförderung: Romandie soll gemeinsam vorgehen
Es gebe regelmässigen Kontakt zwischen den Kantonen Genf und Waadt im Bereich der Presseförderung, insbesondere im Rahmen der Konferenz der Westschweizer Regierungen. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)

Zurzeit koche jeder sein eigenes Süppchen, sagte der Genfer Stadtrat Sami Kanaan (SP) in einem Interview mit der Tageszeitung Le Temps vom Dienstag. Es gebe zwar regelmässigen Kontakt zwischen den Kantonen Genf und Waadt im Bereich der Presseförderung, insbesondere im Rahmen der Konferenz der Westschweizer Regierungen. Der SP-Politiker ortet aber Verbesserungsbedarf. Ein entsprechendes Treffen werde in Kürze stattfinden.

Unterdessen hat die Stadt Genf eigene Massnahmen unternommen, um der gebeutelten Branche unter die Arme zu greifen. Das am Montag beschlossene Paket beläuft sich auf rund 80'000 Franken.

Konkreteste Massnahme ist die Abschaffung der Gebühren auf Zeitungsboxen ab Anfang Juni. Es gibt etwa 800 solche Boxen auf dem Stadtgebiet. 2018 nahm die Stadt Genf rund 40'000 Franken mit dieser Gebühr ein.

Mitte Januar hatte die Waadtländer Kantonsregierung ihren Presseförderungsplan präsentiert. Der Kanton will die lokalen und regionalen Medien in den nächsten fünf Jahren mit 6,2 Millionen Franken unterstützen. Das Kantonsparlament muss den Plan noch gutheissen. (sda/lol)



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