30.05.2020

UBI

RSI berichtete bei den Wahlen unausgewogen

Die Kandidierenden der kleinen Parteien für den Ständerat sind vom Tessiner Radio und Fernsehen bei den eidgenössischen Wahlen zu wenig berücksichtigt worden.
UBI: RSI berichtete bei den Wahlen unausgewogen
Mehrere Mikrofone des Tessiner Fernsehens RSI. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Bei den letzten eidgenössischen Wahlen sind im Kanton Tessin die Kandidierenden der kleinen Parteien für den Ständerat von RSI ungenügend berücksichtigt worden. Dies stellt die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) fest. Die UBI hat eine entsprechende Beschwerde gegen die Berichterstattung von Radio und Fernsehen der italienischsprachigen Schweiz (RSI) gutgeheissen, wie sie am Freitag mitteilte.

RSI berichtete im Vorfeld der eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober 2019 in zahlreichen Radio- und Fernsehbeiträgen über Parteien und Kandidierende aus dem Kanton Tessin. Eine Vertreterin der Lega Verde rügte, die Gruppierung sei gegenüber anderen Parteien benachteiligt worden. In ihrer Beurteilung stellte die UBI fest, dass in den Beiträgen zu den Ständeratswahlen jeweils nur sechs von neun Kandidierenden präsentiert wurden. Die drei Kandidierenden von zwei kleinen Parteien wurden gar nicht erwähnt.

«Dies stellt eine Verletzung des Vielfaltsgebots dar, welches vor Wahlen zur Gewährleistung der Chancengleichheit besondere Anforderungen an die Ausgewogenheit stellt», schreibt die UBI. Sie habe deshalb die Beschwerde einstimmig gutgeheissen (sda/wid)



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