Bis Ende Jahr will das Departement Uvek 38 Konzessionen für regionales Radio und Fernsehen vergeben. Dafür bewerben sich 51 Medienunternehmen (persoenlich.com berichtete). In elf Fällen kommt es demnach zu Konkurrenzsituation, unter anderem in der Fernsehregion Zürich-Nordostschweiz.
Es geht um 33 Millionen Franken
Neben dem bisherigen Konzessionsinhaber Tele Top bewerben sich mit TeleZüri, Tele Z und Auftanken.tv drei weitere Fernsehunternehmen um die 3,3 Millionen Franken. Diesen Betrag erhält der konzessionierte Sender pro Jahr von 2025 bis 2034 (total 33 Millionen) für die Erfüllung eines Service-public-Auftrags.
In den Versorgungsgebieten mit Konkurrenzbewerbungen hört das Bundesamt für Kommunikation die Kantone an. Sie können bis am Freitag Stellung nehmen zu den Gesuchen. Der Kanton Schaffhausen hat seine Stellungnahmen bereits veröffentlicht.
Der Regierungsrat spricht sich für eine erneute Konzessionsvergabe an Tele Top aus. Der Sender aus Winterthur habe die Region «bisher gut abgedeckt». TeleZüri dagegen richte in seiner bisherigen regionalen Berichterstattung den Fokus «klar auf den Grossraum Zürich», heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Schaffhausen. Grundsätzlich sehe man aber beide Sender als «valable Kandidaten für die Konzession für das Versorgungsgebiet Zürich-Nordostschweiz».
Tele Z und Auftanken.tv sind unbekannt
Die anderen beiden Bewerber, Tele Z und Auftanken.tv, seien in der Region Schaffhausen und auch bei den kantonalen Behörden, beziehungsweise politischen Vertretern noch weitgehend unbekannt.
Insgesamt geht die Schaffhauser Regierung davon aus, dass – wie bisher – Tele Top eher Gewähr biete, im Hauptnachrichtenteil über die Region Schaffhausen zu berichten. «Tele Top hat sich in den letzten Jahren verlässlich gezeigt, was die Berichterstattung aus und über die Region Schaffhausen angeht», schreibt die Schaffhauser Staatskanzlei.
Kooperation mit Schaffhauser Fernsehen?
Bei TeleZüri wird der Fokus weiterhin auf dem Grossraum Zürich liegen. Die Gesuche von Tele Z und Auftanken.tv sind mit zu vielen Unbekannten versehen. Der Regierungsrat würde es begrüssen, wenn der Veranstalter, welchem die Konzession zugesprochen wird, mit dem lokalen, nicht-konzessionierten Veranstalter – dem Schaffhauser Fernsehen – zusammenarbeitet. (pd/nil)

