Bei der Verleihung des Civis Medienpreises 2025 in Berlin wurde am Montag Sofika Yogarasa mit dem Civis Video Award ausgezeichnet, heisst es in einer Meldung von SRF. Die Reporterin erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Social Media für ihren «rec.»-Beitrag «Jugendliche mit Migrationsgeschichte unterstützen ihre Eltern – Selbstverständlichkeit oder Überforderung?».
Über praktizierte Menschlichkeit und Überforderung
Die Jury würdigte Yogarasas Arbeit mit folgender Begründung: «Die Reporterin nimmt uns, freundlich und behutsam, mit auf eine Reise, auf der sie ihren eigenen Fragen nachgeht. Selbstverständlich praktizierte Menschlichkeit und Überforderung genau voneinander abzugrenzen, erweist sich als unmöglich. Das Dilemma wird facettenreich und voller Wärme für die beiden Protagonistinnen und den Protagonisten dargestellt.»
Der prämierte Beitrag thematisiert das Phänomen der sogenannten «Young Carers» – Kinder und Jugendliche, die zu Hause Aufgaben und Verantwortung für Dinge übernehmen, um die sich normalerweise Erwachsene kümmern. Yogarasa, die nach eigenen Angaben seit ihrer Kindheit ihre Eltern unterstützt, behandelt in ihrer Reportage die Frage, wo die Grenze zwischen Selbstverständlichkeit und Überforderung verläuft.
Die zweite Nomination
Eine weitere Nomination erhielt SRF-Korrespondent Roman Fillinger für den Civis Audio Award mit seinem Beitrag «Echo der Zeit: Roma und doch das beste Kind der Welt». Das Audioporträt stellt die rumänische Schauspielerin und Regisseurin Alina Șerban vor, die als Angehörige einer ethnischen Minderheit besondere Herausforderungen bewältigen muss.
Der Civis Medienpreis ist Europas Auszeichnung für Migration, Integration, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er würdigt Programmleistungen in Radio, Fernsehen und Internet, die das friedliche Zusammenleben in der europäischen Einwanderungsgesellschaft fördern. (pd/awe)

