Spender unterstützen das ungarische Civil Radio Budapest mit 2’500 Franken. Sie folgten einem Aufruf der Radioschule klipp+klang, der von der Union nichtkommerzorientierter Lokalradios Unikom mitgetragen und der Wochenzeitung WOZ mit einem Inserat unterstützt wurde. Die Radioschule klipp+klang arbeitet im Rahmen von mehreren EU-Projekten mit Civil Radio Budapest zusammen.
Civil Radio Budapest ist auf Spenden angewiesen, um den Sendebetrieb aufrecht zu erhalten und ihre bis 2019 gültige Sendekonzession nicht zu verlieren, heisst es in der Mitteilung vom Freitag. Die akute Herausforderung für Civil Radio sei, genügend eigene Sendungen zu produzieren. Der politische Regimewechsel in Ungarn vor vier Jahren führte zu einer Verschlechterung der journalistischen Arbeitsbedingungen. Das neue Mediengesetz der rechts-konservativen Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban schreibt vor, dass Gemeinschaftsradios 16 Stunden Eigenproduktionen pro Tag senden müssen. Dies ist mit Freiwilligen allein kaum zu schaffen, seit Anfang Jahr kann das Radio zudem keine Mitarbeitenden mehr bezahlen. Die Spendengelder aus der Schweiz sichern laut Mitteilung die Existenz für mindestens zwei Monate. (pd)

