16.02.2020

SRF

Sportredaktion spart bei Roger Federer

SRF muss sparen. Deshalb werden dieses Jahr erstmals Tennis-Kommentatoren des US Open nicht aus New York berichten – sondern aus Zürich. Ebenfalls werden Einsätze der Tennis-Experten gestrichen. Dies sorgt für Irritationen.
SRF: Sportredaktion spart bei Roger Federer
Heinz Günthardt wird bald zu weniger Einsätzen mit Tennisstar Roger Federer kommen. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

SRF steht 2020 unter Spardruck und reduziert die Auslagen seiner Mitarbeiter drastisch, wie die SonntagsZeitung berichet. Für die Sportredaktion kommt dies in einem pikanten Moment: im Jahr von logistisch teuren Sommerspielen in Japan, der Fussball-EM mit Schweizer Auftritten im fernen Aserbaidschan und Heim-Weltmeisterschaften im Eishockey und Rad. Mehr und mehr reisen die Mitarbeiter nicht mehr den Schweizer Sportstars hinterher. Es kommt das Unternehmen schlicht zu teuer.

Zu einer Zäsur kommt es ausgerechnet auch im Spätherbst von Roger Federers Karriere: Erstmals überhaupt wird das prämierte Kommentatoren-Duo Stefan Bürer und Heinz Günthardt vom US Open nicht aus New York berichten – sondern aus Zürich. Das sorgt nicht nur bei den Tennisfans für Irritationen, sondern auch intern. Im Fall von Günthardt geht SRF sogar noch weiter: Eine Vielzahl der Einsätze des Tennis-Experten werden gestrichen. (pd/lol)



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Kommentare

  • Beat Fux, 17.02.2020 14:19 Uhr
    Was für Schreibtischtäter im SRF-Management! SRF überschreitet definitiv eine rote Linie! Merken die es nicht?! Ich hoffe, Heinz Günthardt zieht die Konsequenzen und beendet seine Kommentatorentätigkeit. Auch wenn's enorm weh tut.
  • Victor Brunner, 17.02.2020 13:20 Uhr
    Es gibt viel Sparpotential. Bei Fussball oder Eishockey ist nicht ersichtlich warum in den Pausen zwei manchmal drei Experten denn Sportbegeisterten erklären was sie jetzt eben gesehen haben. Oder F1, warum wird das Qualifying übertragen? Ebenso gut könnte man das Training der Fussball-Nati zeigen, ergibt auch keinen Sinn. Zudem sind viele ModeratorenInnen nicht ausgelastet. RM Salzgeber oder andere haben noch Zeit private Events zu betreuen. Federer begeistert viele Zuschauer und da Abstriche machen ist peinlich, Stefan Bürer und Heinz Günthardt sind wahrscheinlich die kompetentesten Sportmoderatoren, im Gegnsatz zu vielen anderen deren Leistung nur zeitfüllendes Geplapper ist!
  • Franco Ceppi, 17.02.2020 10:57 Uhr
    Die (Sendungs-)definierten Sparbemühungen von SRF sind zweifellos in ihrer Begründung und Wirkung - wie auch hier - spektakulär und fahren ein. Wie meistens, sind die Auswirkungen absehbar und damit der Anfang vom selbst inszenierten Ende des gebührenpflichtigen Sehen und Hören.
  • Dieter Widmer, 17.02.2020 08:17 Uhr
    Jetzt macht sich Fernsehen SRF langsam lächerlich: Allein wegen den Reise- und Hotelspesen wird das Kommentieren auf Zürich verlegt. Das sind kaum etwas mehr als 20'000 bis 30'000 Franken. Wegen solch lächerlichen Beträgen muss man jetzt auf die Live-Kommentierung vor Ort verzichten. Es wird keine Interviews mehr mit Federer geben, und atmosphärisch wird das Geschehen vor Ort nicht mehr eingefangen werden können. Mir erschliesst sich nicht, wieso SRF weiterhin den extrem teuren Schweizer Tatort weiter produzieren will. Da könnte man glatt 2 Millionen Franken sparen.

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