Max Wolf starb am 8. Juli 2025 und prägte während 35 Jahren die Sportberichterstattung des Schweizer Fernsehens. Ab 1970 kommentierte er Wettkämpfe im Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Curling, Radfahren und Handball, wie SRF am Montag vermeldete. An Olympischen Winterspielen war er fünfmal als Reporter dabei, im Sommer einmal. Die Spiele 1994 in Lillehammer bezeichnete er gegenüber der Zuger Zeitung als sein «absolutes Highlight».
Olympia 2002 in Salt Lake City verpasste Wolf tragischerweise wegen eines schweren Verkehrsunfalls auf der Heimfahrt von einem Handball-EM-Final. Seinen letzten SRF-Einsatz hatte er 2005 beim Eiskunstlauf – wenige Wochen bevor Stéphane Lambiel WM-Gold gewann. «Das hat mich schon gefuchst, dass ich nicht mehr dabei war», sagte Wolf Jahre später gegenüber CH Media.
Kollegen würdigten Wolf als vielseitigen Teamplayer. «Er war sich für nichts zu schade», schreibt der ehemalige TV-Moderator Peter Minder in der Schweiz am Wochenende. Seine sonore Stimme wurde zu seinem Markenzeichen.
Der gebürtige Zuger, der ab 2000 in Hünenberg lebte, war auch Vorstandsmitglied der Dampferfreunde Vierwaldstättersee und trat mit seiner Frau Maria als Schnitzelbank-Duo an der Hünenberger Fasnacht auf. Laut Todesanzeige kam der Tod «nicht plötzlich und nicht unerwartet». (cbe)

