Die SRG Region Basel ist für die Verlegung des Radiostudios Basel vom Bruderholz an einen stadtnäheren Standort: Sie hat an ihrer Generalversammlung am Montagabend eine Absichtserklärung verabschiedet, die ein grundsätzliches Ja zur Standortverlegung beinhaltet. Die Absichtserklärung war vom Vorstand der regionalen Trägerschaftsgenossenschaft vorgelegt worden. Das Ja erfolgte mit grossem Mehr gegen wenige Stimmen. Mit der Erklärung ebnet die Genossenschaft als Eigentümerin des Areals und Baurechtgeberin der SRG rechtlich den Weg zur Studioverlegung.
Über die Verlegung selbst ist indes "noch nichts entschieden", wie Rudolf Matter, Chefredaktor von Schweizer Radio DRS, an der Versammlung festhielt. Die SRG sei aber interessiert daran, zumal das jetzige Studiogebäude auf dem Bruderholz auch sanierungsbedürftig sei, und dies würde "relativ teuer". Matter erläuterte das Konvergenz-Projekt der SRG. Dabei musste er sich indes auch kritische Anmerkungen des Basler Regierungsrats Christoph Brutschin sowie von Ständerätin Anita Fetz (SP/BS) und Nationalrat Peter Malama (FDP/BS) anhören. Brutschin vertrat die Forderung der Regierungen beider Basel nach einem Basler "SRG-Mediencampus" für Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur.
Matter verwies darauf, dass Verwaltungsratsentscheide zum Standort Basel erst für Juni vorgesehen seien. Basel bleibe aber ein Hauptstudiostandort wie Bern und Zürich und behalte auch die Kultur, dies allerdings zusammen mit dem Fernsehstandort Zürich. Noch nicht klar sei jedoch, wo der Wissenschaftsbereich hingehe. (sda)

