20.12.2022

Teuerung

SRG und CH Media zahlen mehr Lohn

Zwei weitere Medienhäuser gewähren im neuen Jahr einen Teuerungsausgleich auf den Löhnen. Die SRG hebt die Saläre aller Mitarbeitenden ab April um 2,8 Prozent an. Bei CH Media profitieren die Angestellten mit einem monatlichen Bruttolohn bis 7500 Franken.
Teuerung: SRG und CH Media zahlen mehr Lohn
Mehr Lohn für die Mitarbeitenden von CH Media und SRG: Mikrofone von Tele 1/Radio Pilatus, SRF und Luzerner Zeitung. (Bild: (Keystone/Urs Flüeler)

Nach Konsumenteninfo und der Nachrichtenagentur Keystone-SDA werden im neuen Jahr zwei weitere Medienhäuser zumindest teilweise die Löhne für die Mitarbeitenden erhöhen. Alle SRG-Mitarbeitende, «auch über 110 Prozent des Richtlohns Liegende», erhalten per April 2023 eine Lohnerhöhung von 2,8 Prozent, teilt die Gewerkschaft SSM mit. Zusätzlich will die SRG 0,8 Prozent der Lohnsumme für individuelle Lohnerhöhungen einsetzen.

Auch bei CH Media gibt es ab April 2023 mehr Lohn aufgrund der Teuerung – wenn auch nicht für alle Mitarbeitenden. «CH Media wird die Löhne bei tieferen Lohnklassen um ein bis zwei Prozent erhöhen», sagt Kommunikationschef Stefan Heini gegenüber persoenlich.com. Dies betreffe rund zwei Drittel der insgesamt rund 2000 Mitarbeitenden des Unternehmens. Wie einer internen Information zu entnehmen ist, erhalten jene Mitarbeitenden mit einem Bruttolohn von bis zu 6000 Franken zwei Prozent mehr, jene mit Bruttolöhnen ab 6000 bis 7500 Franken 1,25 Prozent mehr.

Zusätzlich sind laut Heini wie jedes Jahr individuelle Lohnerhöhungen möglich. Je nach Entwicklung der Vakanzen und individuellen Erhöhungen steigt die Lohnsumme nächstes Jahr laut CH Media um 1 bis 1,5 Prozent. Der Entscheid von CH Media sei eine Reaktion auf die momentan erhöhte Inflation und die Tatsache, «dass es in der Dekade zuvor auch Jahre der Deflation gab und wir einer Zeit mit grosser Unsicherheit entgegenblicken».

Forderung von Gewerkschaft und Berufsverbänden

Bereits seit Anfang Oktober forderten Gewerkschaften und Berufsverbände die Medienhäuser in mehreren Appellen auf, den Teuerungsausgleich zu gewähren. Impressum verlangte in einem Brief an 150 Medienunternehmen in der Schweiz 3 bis 3,5 Prozent mehr Lohn für Journalistinnen und Journalisten.

Ende November wurde bekannt, dass die Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Lohnsumme ab 2023 um 1,5 Prozent anhebt. Gut die Hälfte der Lohnempfänger soll eine Erhöhung von generell 2 Prozent erhalten (persoenlich.com berichtete). Davor hatte auch der Verlag Konsumenteninfo, der den K-Tipp oder Saldo herausgibt, bestätigt, den Teuerungsausgleich auf den Löhnen zu gewähren.

Auch der persönlich-Verlag gewährt den Mitarbeitenden ab 2023 einen Teuerungsausgleich auf den Löhnen von drei Prozent.


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KOMMENTARE

Victor Brunner
21.12.2022 09:09 Uhr
2,8% mehr Lohn, während die meisten der ZwangsgebührenzahlerInnen spürbar weniger Teuerungsausgleich erhalten, ob das verstanden wird. SSM teilt natürlich nicht mit wo dann eingespart werden muss. Noch mehr Wiederholungen, noch mehr Billig- und Belehrungssendungen. Mehr Mona, weniger News?
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