27.11.2025

SRG-Stellenabbau

SSM nennt Verfahren «Alibiübung»

Das Schweizer Syndikat Medienschaffender interveniert bei der SRG-Direktion wegen des Konsultationsverfahrens.

Der Nationale Vorstand des Schweizer Syndikats Medienschaffender (SSM) hat das Konsultationsverfahren der SRG zum geplanten Stellenabbau analysiert und kritisiert es als «Alibiübung». Zu viele Informationen fehlen, um wirksame Alternativen oder ernsthafte Vorschläge zur Vermeidung von Kündigungen zu erarbeiten, heisst es in einer Mitteilung.

Kritisiert wird die Durchführung des Verfahrens mittels eines anonymisierten Fragebogens mit vorgegebenen Fragen, der eine echte kollektive Auseinandersetzung unter den Mitarbeitenden erschwere. Das SSM fordert, dass das Verfahren erst startet, wenn klar ist, wie viele Stellen in welchen Bereichen aus welchen Gründen abgebaut werden und wie viele Kündigungen vorgesehen sind.

Da die Entlassungen von der SRG in zwei Phasen geplant sind, verlangt das SSM auch zwei separate Konsultationen. Zudem soll der Austausch unter den Mitarbeitenden sowie zwischen Gewerkschaft, Mitgliedern und Mitarbeitenden ermöglicht werden, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. In der jetzigen Form schliesst der Nationale Vorstand eine Teilnahme des SSM am Konsultationsverfahren aus.

Die SRG plant bis 2029 den Abbau von rund 900 Vollzeitstellen, um 270 Millionen Franken einzusparen – bedingt durch die Senkung der Medienabgabe, rückläufige Werbeeinnahmen und gestiegene Kosten (persoenlich.com berichtete). (pd/cbe)


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